Projekte mit individuellem Internetauftritt
Bundeswettbewerb "Kommunale Suchtprävention"
Der 5. Wettbewerb Kommunale Suchtprävention wurde auf Anregung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Mechthild Dyckmans und mit Unterstützung der Kommunalen Spitzenverbände sowie des GKV-Spitzenverbandes von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ausgeschrieben.
Ziel des Wettbewerbs ist es, hervorragende kommunale Aktivitäten und Maßnahmen zur Suchtprävention zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, um damit zur Nachahmung guter Praxis anzuregen.
Das Thema des 5. Bundeswettbewerbs lautet "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen". Damit will der neue Wettbewerb insbesondere jene Ansätze und Strategien zur kommunalen Suchtprävention würdigen, die sich auf Kinder und Jugendliche richten, denen es an materiellen, sozialen und individuellen Ressourcen mangelt und die besonderen bzw. schwierigen Lebenssituationen und -lagen ausgesetzt sind.
Angesicht vielfacher Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen in besonderen Lebenslagen muss Suchtprävention deren Lebenskompetenz stärken und in zeitgemäßer Form Alternativen zum Suchtmittelmissbrauch aufzeigen. Wenn Heranwachsende lernen, mit Belastungen umzugehen und Benachteiligungen gar zu kompensieren, Eigenverantwortung zu übernehmen und ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Suchtmitteln als Strategie der Lebensbewältigung greifen. Kinder und Jugendliche benötigen hierbei Unterstützung von Eltern, Pädagogen/-innen und anderen Bezugspersonen. Diese haben eine Vorbildrolle gegenüber Kindern und Jugendlichen und nehmen Einfluss auf deren Umgang mit Suchtmitteln.
Zugleich sollte Suchtprävention Aktivitäten und Strukturen befördern, die auf die Verbesserung der Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen zielen. Kommunalpolitik setzt hierfür maßgebliche Rahmenbedingungen.
Betreut wird der 5. Bundeswettbewerb "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" durch das Deutsche Institut für Urbanistik.
Weiterführende Informationen: www.kommunale-suchtpraevention.de
Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ)
Seit 1995 veranstaltet die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) regelmäßig bundesweite Fachtagungen und Workshops zu aktuellen Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden.
Die Veranstaltungen richten sich an leitende Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und sollen in erster Linie dem Austausch von Erfahrungen sowie der Bekanntmachung und Erörterung innovativer Modelle des Verwaltungshandelns bei schwierigen Problemen dienen. Besonders wichtig ist uns dabei, dass die Veranstaltungen von Referentinnen und Referenten aus der kommunalen Praxis mitgestaltet werden, die authentisch und themenbezogen ihre spezifischen Erfahrungen, Probleme und Lösungsansätze in die Diskussion einbringen. Um die Synergien von Kooperationen zu erhöhen, werden aber auch Vertreter aus Wissenschaft und Politik in die Fachtagungen einbezogen und die Diskussion zwischen der öffentlichen und der freien Jugendhilfe und anderen Professionen, die Einfluss auf die Lebensgestaltung von Kindern und Jugendlichen haben, angeregt. Unser Anliegen ist es, durch die Vernetzung unterschiedlicher Akteure bzw. ihrer Perspektiven und Handlungsansätze günstige Rahmenbedingungen zu schaffen und eine ganzheitliche Sicht der Jugendhilfe zu fördern.
Von 1995 bis Mitte 2008 wurden diese Tagungen unter dem Dach des Vereins für Kommunalwissenschaften e.V. veranstaltet, jetzt finden Sie in der Trägerschaft des Deutschen Instituts für Urbanistik statt.
Die fachliche Beratung der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe nimmt ein Beirat wahr, in dem der Deutsche Städtetag, die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe, die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugendbehörden, das BMFSFJ sowie Praktikerinnen und Praktiker der Jugendhilfe auf der Ebene von Ländern und Kommunen vertreten sind.
Die Inhalte und Ergebnisse der Fachtagungen werden in der projekteigenen Schriftenreihe "Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe" veröffentlicht.www.fachtagungen-jugendhilfe.de
Nationaler Radverkehrsplan
Mit dem Projekt "Nationaler Radverkehrsplan" hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung einen breiten gesellschaftlichen Dialog über neue Wege zur Fahrradförderung initiiert. Ziel ist, alle Aktivitäten im Fahrradbereich zu bündeln und die Aktivitäten der Kommunen, Länder und des Bundes zu koordinieren:
Eckpunkte für einen "Nationalen Radverkehrsplan"
- Koordinierung der fahrradtouristischen Angebotspalette sowie deren nationale und internationale Vermarktung;
- Vernetzung mit Nahverkehrsunternehmen (ÖPNV) und Bahnen;
- Weiterentwicklung der national bedeutenden Radwege, Qualitätssicherung und Fortsetzung des Ausbaus;
- Ermittlung der bestehenden finanziellen Fördermöglichkeiten des Radwegebaus;
- Stärkere Nutzung der Mittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz;
- Erschließung neuer, auch europäischer Fördertöpfe zur Finanzierung neuer Radwege;
- Vorrang der Schaffung eines Radwegenetzes vor einem bloßen Ausbau von Wegen;
- Zusammenfassung und Durchsetzung der drängendsten Maßnahmen in einem gemeinsamen "Lückenschluss-Konzept für Velo-Netze" von Bund, Ländern und Gemeinden;
- ein Wettbewerb, um die besten radfreundlichen Konzepte zu prämieren.
www.nationaler-radverkehrsplan.de
netWORKS
Der Forschungsverbund netWORKS zielt mit seiner Arbeit auf die konzeptionelle Entwicklung von innovativen und nachhaltigen Lösungen im Bereich der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Praxisbezogen entwickelt netWORKS Entscheidungshilfen für Kommunen als Verantwortliche für die Definition und Erbringung von Leistungen öffentlicher Daseinsvorsorge sowie die diese Leistungen ausführenden (kommunalen) Ver- und Entsorgungsunternehmen bzw. -betriebe.
Initiiert vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) wird die Forschungsgruppe von verschiedenen Forschungseinrichtungen getragen. Im Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Ökonomie, Soziologie, Recht, Raumwissenschaft, Stadttechnik und Ökologie - je nach Projekt in unterschiedlicher institutioneller und fachlicher Zusammensetzung.
In die Arbeit von netWORKS eingebunden sind jeweils Städte mit ihren Ver- und Entsorgungsunternehmen als so genannte Praxispartner. Die Kommunen sind gleichzeitig empirisches Feld, Korrektiv der Untersuchungen und Nutzer der Forschungsergebnisse. Kritisch begleitet werden die Forschungen zudem durch zahlreiche Expertinnen und Experten aus Kommunen, Ver- und Entsorgungswirtschaft, Kommunalberatung, Finanzdienstleistung, Unternehmensberatung, Verbänden und Ministerien. www.networks-group.de
Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)
Der Förderschwerpunkt "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist Teil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Im Mittelpunkt dieser Strategie steht ein effizienter Umgang mit Grund und Boden. Die Ziele hierfür sind die Reduktion der derzeitigen täglichen Inanspruchnahme von Boden für neue Siedlungs- und Verkehrsflächen auf 30 Hektar pro Tag sowie eine vorrangige Innenentwicklung (Verhältnis von Innen- zu Außenentwicklung = 3:1) bis zum Jahr 2020 mittels Flächenmanagement mit der Vision eines Flächenkreislaufs durch Flächenrecycling (vgl. Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt diese Ziele durch die Förderung von Projekten für eine effiziente Flächennutzung im Förderprogramm REFINA. Basierend auf bereits vorliegenden Forschungsergebnissen und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen regionalen Rahmenbedingungen sollen innovative Lösungsansätze und Strategien für eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement erarbeitet und in Form von Demonstrationsvorhaben geprüft und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden räumliche, rechtliche, ökonomische, organisatorische oder akteursbezogene Innovationen und Modifikationen bestehender Instrumente, Strategien und Vorgehensweisen entwickelt.www.refina-info.de
Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat 2008 eine umfassende Klimaschutzinitiative gestartet. Ziel ist es, die Potenziale für den Klimaschutz durch die Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung regenerativer Energien kostengünstig zu realisieren. Außerdem sollen zukunftsweisende Klimaschutztechnologien und innovative Ideen durch Modellprojekte unterstützt und verbreitet werden. Dazu wurden umfangreiche Förderprogramme aufgelegt.
Bei der Umsetzung der Klimaschutzziele sind die Kommunen in besonderem Maße gefragt: Aufgrund ihrer komplexen Strukturen wird hier ein großer Teil klimarelevanter Emissionen produziert, dem ein enormes Einsparpotenzial gegenüber steht. Gefördert durch das BMU wurde daher im Sommer 2008 die „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) eingerichtet. Sie dient als Service- und Beratungseinrichtung für Kommunen und bietet zugleich einen Wegweiser durch die verschiedenen Förderbausteine.
Aufgaben der bundesweit agierenden Servicestelle
- Öffentlichkeitsarbeit zum Förderprogramm, ausgerichtet auf die Zielgruppe Kommunen;
- Vorbereitung und Durchführung der Wettbewerbe "Kommunaler Klimaschutz";
- Beratungs- und Serviceleistungen zum kommunalen Klimaschutz.
Soziale Stadt
Das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Länder wurde im Jahr 1999 mit dem Ziel gestartet, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern. Die Soziale Stadt startete im Jahr 1999 mit 161 Stadtteilen in 124 Gemeinden; heute sind es bereits 523 Gebiete in 326 Gemeinden (Stand 2008).
Kleinräumige Segregation führt seit den 1990er Jahren in vielen Städten zu selektiven Auf- und Abwertungen von Wohngebieten und damit auch zur Herausbildung benachteiligter Stadtteile. Diese sind meist durch komplexe Problemlagen in den Bereichen Städtebau und Umwelt, infrastrukturelle Ausstattung, Lokale Ökonomie, Soziales, Integration und nachbarschaftliches Zusammenleben sowie Imagebildung charakterisiert. Das Programm Soziale Stadt reagiert darauf mit einem integrierten Ansatz der umfassenden Quartiersentwicklung.
Artikel 104b Grundgesetz, § 171e Baugesetzbuch, die jährlich abzuschließende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, der "Leitfaden zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsinitiative 'Soziale Stadt'" sowie Verwaltungsvorschriften, Richtlinien, Erlasse, Arbeitshilfen, Ausschreibungen und weitere Veröffentlichungen der Bundesländer sind wesentliche Grundlagen des Programms. Die Finanzierung des Programms erfolgt gemeinsam durch Bund, Länder und Kommunen. www.sozialestadt.de
