DB-Veranstaltungsticket 2016

Korruptionsprävention in Kommunalverwaltungen und öffentlichen Unternehmen: Problem erkannt – Gefahr gebannt?

13. - 14. Oktober 2014 in Berlin

Wenn am 1. September dieses Jahres die Neuregelung zur Abgeordnetenbestechung in Kraft tritt, hat Deutschland mit jahrelanger Verzögerung endlich die Kriterien für die Ratifizierung der bislang bereits von 171 UN-Mitgliedsstaaten unterzeichneten UN-Konvention gegen Korruption aus dem Jahre 2003 erfüllt. Es bleibt zu hoffen, dass dies der Korruptionsprävention hierzulande neue Impulse verschafft, denn im Korruptionswahrnehmungsindex für 2013 hat Deutschland mit Rang 12 erneut den Sprung in die Spitzengruppe verpasst.

Nach wie vor ist erschreckend, dass sich Korruption in nahezu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens etabliert hat und privatwirtschaftliche Unternehmen, politische Entscheidungsträger auf allen Ebenen, immer häufiger die Zivilgesellschaft und weiterhin auch die öffentliche Verwaltung und öffentliche Unternehmen betroffen sind. Korruptionsgefährdet sind im öffentlichen Sektor nicht nur jene Bereiche, die mit der Gewährung von Leistungen zu tun haben, sondern auch alle Dienststellen, die an der Vergabe öffentlicher Aufträge mitwirken.

Die Aufarbeitung von Korruptionsdelikten zeigt immer wieder, welch gravierende Folgen korruptes Verhalten für alle Beteiligten haben kann. Auch in den Kommunalverwaltungen und öffentlichen Unternehmen wird daher großer Wert auf die Entwicklung, Einführung und konsequente Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Korruptionsprävention gelegt. Eine Garantie, künftig nicht mehr anfällig für Korruption zu sein ist dies aber leider nicht. Immer wieder werden Einfallstore für korruptes Handeln und neue Gefahrenquellen unterschätzt, Hinweise auf Korruptionsversuche zu spät wahrgenommen, von Führungskräften Unsicherheiten bei der Vermeidung und Aufdeckung von Korruptionsdelikten gezeigt und im Umgang mit der Staatsanwaltschaft gravierende Fehler gemacht, die den Erfolg der Korruptionsbekämpfung massiv beeinträchtigen.

Im Seminar sollen daher insbesondere

  • aktuelle Erscheinungsformen der Korruption in Deutschland aufgezeigt,
  • internationale Erfahrungen aus de Korruptionsprävention vorgestellt,
  • anhand praktischer Beispiele Erfahrungen zur Organisation, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Präventionsmaßnahmen erörtert,
  • die korrekte Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Korruptionsfällen dargestellt und
  • Möglichkeiten zur Verbesserung der Wirksamkeit kommunaler Antikorruptionsarbeit diskutiert werden.

Hinweis:
Selbstverständlich erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen können für die Teilnahme Fortbildungspunkte erhalten, ebenso die Mitglieder der Architekten- und Ingenieurkammer von Schleswig-Holstein sowie der Architektenkammer des Saarlandes. Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie die Veranstaltung bei anderen Kammern anerkennen lassen wollen, so dass wir dies für Sie prüfen können.

Zielgruppen:

Mitglieder des Verwaltungsvorstands, Anti-Korruptionsbeauftragte, Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Personal, Finanzen, Organisation, Stadtplanung, Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Soziales, Gesundheit, Schule, Sport, Kultur, aus Rechtsämtern, Rechnungsprüfungsämtern, kommunalen Unternehmen und Personalvertretungen sowie Ratsmitglieder

Leitung:Dipl.-Volkswirt Rüdiger Knipp
Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstraße 13-15 (Eingang 14-15)
10969 Berlin
Anmeldung:

Bitte melden Sie sich schriftlich bis zum 29. September 2014 an.

Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte folgende Möglichkeiten:

Ihre Anmeldung ist verbindlich. Die schriftliche Anmeldebestätigung/Rechnung erhalten Sie zeitnah nach Ihrer Anmeldung.
Die Teilnahme von Rollstuhlfahrer/innen ist selbstverständlich möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sie erklären sich als Teilnehmer/in damit einverstanden, dass Ihre Anmeldedaten für die Teilnehmer- und Adressverwaltung gespeichert und verwendet werden. Die Daten unterliegen den gesetzlichen Datenschutzvorschriften und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen Sie darauf hin, dass im Rahmen einiger Difu-Veranstaltung Foto- und Filmaufnahmen gemacht und veröffentlicht werden.

Absagen:
Bei schriftlicher Abmeldung Ihrerseits nach dem 29. September 2014 und bei Nichtteilnahme ist die volle Gebühr fällig.
Die Veranstaltungsunterlagen werden Ihnen in diesem Fall zugesandt. Selbstverständlich können Ersatzteilnehmer/innen
benannt werden.

Kosten: 

Für Mitarbeiter/innen aus den Stadtverwaltungen, städtischen Betrieben und Ratsmitglieder gelten:

  • 255,– Euro für Teilnehmer/innen aus Difu-Zuwenderstädten
  • 385,– Euro für Teilnehmer/innen aus den Bereichen des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Deutschen Landkreistages.

Für alle übrigen Teilnehmer/innen gilt ein Preis von 495,– Euro.

Mittag- und Pausenbewirtung sind in der Gebühr enthalten, Kosten für die Unterkunft müssen selbst getragen werden.

Bei Anmeldung bis drei Monate vor dem Seminarbeginn, bieten wir eine Frühbuchergebühr. Diese liegt jeweils 20% unter den dargestellten Kosten.

Ansprechpartner: Sylvia Bertz
Weitere Informationen:
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