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DB-Veranstaltungsticket
Risiken - Fehler - Krisen. Risikomanagement im Jugendamt als Führungsaufgabe
Tagung für Leiterinnen und Leiter von Jugendämtern und Sozialen Diensten
Das Thema Risikomanagement gewinnt im Bereich sozialer Organisationen seit Jahren stetig an Bedeutung, auch in den Jugendämtern. Dies resultiert einerseits aus der – (auch) öffentlich und medial geführten – Kinderschutzdebatte zur "Qualität" der Jugendämter und neueren gesetzlichen Regelungen wie dem Bundeskinderschutzgesetz. Andererseits ist "Risikohandeln" seit jeher ein systemimmanenter Bestandteil der Arbeit in den Jugendämtern und insbesondere im ASD.
Risiken und unerwünschte Ereignisse in einem so komplexen, von Unwägbarkeiten und Ungewissheit geprägten Feld wie der Jugendhilfe sind niemals vollständig auszuschalten. Aber durch ein "Risikomanagement" könnten Risiken und Fehler im Handeln der Fachkräfte reduziert werden. In diesem Sinne soll das Identifizieren von Risiken und das Lernen aus Fehlern als Chance für kompetentes Handeln in der Jugendhilfe verstanden werden. Zudem ermöglicht es Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeit. In den letzten Jahren sind hierzu in Deutschland mehrere Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekte durchgeführt worden.
Risikomanagement im Jugendamt bezieht sich immer auf die gesamte Organisationsstruktur und -kultur des Jugendamtes mit allen Verantwortungsebenen. Anliegen der Tagung ist es daher, einen fachlichen Diskurs und Erfahrungsaustausch darüber anzuregen, wie alltagstaugliche Fehleranalysen zur Verfahrensoptimierung und Prozesssteuerung in Jugendämtern aussehen sollten. Wichtig in diesem Kontext ist es darüber hinaus, sich gleichzeitig mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Erkenntnisse der Risiko-/Fehleranalyse von der Fallebene auf die Organisationsebene "übersetzt" werden können. D. h., welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen sollten von den Führungskräften für die Gesamtorganisation Jugendamt aus dem Fehlermanagement gezogen werden?
Wichtige Einzelfragen der Veranstaltung sind deshalb:
- Welches Verständnis von Risikomanagement haben Sie als Leitungskräfte in den Jugendämtern?
- Welche Organisations-/Fehlerkultur muss vorherrschen, um Risiko-/Fehleranalysen möglich zu machen?
- Wie ist vorzugehen, um ein Risikomanagementkonzept individuell auf das Jugendamt und dessen Bedürfnisse/Rahmenbedingungen zu entwickeln und umzusetzen?
- Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus den bisherigen Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekten ableiten? Welche Instrumente für ein Risikomanagement gibt es? Haben die Jugendämter (schon) das "richtige, alltagstaugliche Rüstzeug"?
- Führen mit Risiko: Wie gehen andere Professionen, z.B. die Medizin, damit um?
Wir laden Sie, die Leiter/innen von Jugendämtern und ASDs ein, sich an dieser Debatte in Berlin zu beteiligen und ihre Erfahrungen mit Führungskräften aus anderen Jugendämtern zu diskutieren.
| Leitung: | Kerstin Landua |
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Kosten:
Kosten:
130.00€ |
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