Abfallwirtschaft, Stoffstrommanagement
Potenziale der Abfallwirtschaft für den Klimaschutz nutzen
Medieninformation vom 05. März 2012
"Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" veröffentlicht neues Themenheft
In der Abfallwirtschaft bieten sich viele Potenziale, mit denen ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Die Freisetzung treibhausgasrelevanter Emissionen wie etwa FCKW kann minimiert werden. Vor allem die Erzeugung von Energie aus Abfällen sowie die Energieeinsparung durch deren Nutzung als Sekundärrohstoff eröffnen große Einsparpotenziale für den Klimaschutz.
Wege zu einer nachhaltigen Wertstoffwirtschaft
Zum Umgang mit schadstoffhaltigen Abfällen wie Energiesparlampen und FCKW-haltigen Kühlgeräten
Immer noch fallen in Privathaushalten große Abfallmengen mit potenziell schädlichen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt an. Hierbei geht es beispielsweise um Energiesparlampen, die Quecksilber oder Kühlgeräte, die FCKW enthalten. Damit Gesundheits- und Umweltschäden vermieden werden, müssen diese anfallenden Stoffströme kanalisiert und möglichst in einen geschlossenen Kreislauf gebracht werden.
Optimierung der Sammlung FCKW-haltiger Kühlgeräte
Rund 80 Prozent der aktuell zu entsorgenden Kühlgeräte enthalten noch immer Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Da FCKW ein deutlich höheres Klimaschädigungspotenzial als CO2 besitzt, sollten Kühlgeräte unbedingt fachgerecht entsorgt werden. Das maximale Einsparpotenzial klimawirksamer Emissionen liegt hier bei 6,85 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Das entspricht in etwa der dreifachen CO2-Menge, die durch Inlandflüge freigesetzt wird.
Potenziale der kommunalen Abfallwirtschaft im Klimaschutz
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat 2008 eine umfassende Klimaschutzinitiative mit dem Ziel gestartet, die Potenziale für den Klimaschutz kostengünstig zu realisieren. Insbesondere in Kommunen bestehen große Einsparpotenziale.
Validierung der abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und Entsorgungsanlagenbetreiber in NRW
Das Umweltministerium des Landes NRW (MUNLV) hat im Mai 2009 erstmals den Entwurf eines Abfallwirtschaftsplans – Teilplan Siedlungsabfälle (AWP - NRW) vorgelegt. Dieser landesweite Plan soll die fünf geltenden Abfallwirtschaftspläne der Regierungsbezirke des Landes ablösen.
Die Rolle der Kommunen im Rahmen der Optimierung von Stoffkreisläufen am Beispiel von Gasentladungslampen
Seit dem 24. März 2006 müssen die Hersteller von Gasentladungslampen im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung alle Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen zurücknehmen und diese ordnungsgemäß entsorgen. Hierbei sieht die Europäische Rücknahmerichtlinie keine Mindesterfassungsquote speziell für Gasentladungslampen vor.
Fachtagung: Kommunen als Stoffstrommanager - die Abfallwirtschaft auf neuen Wegen
Die umweltschonende Entsorgung von Abfällen wird nicht mehr als alleiniges originäres Ziel der Abfallwirtschaft postuliert. Die Abfallwirtschaft wird aus ökologischen und ökonomischen Gründen immer stärker im Kontext der Rückführung von Abfall-stoffen in den Wirtschaftskreislauf betrachtet. Abfall - und hier besonders ausgewählte Fraktionen - wird somit zunehmend als "primäre" Ressource angesehen.
Stoffströme in der Abfallwirtschaft - eine Marktanalyse
In der Abfallwirtschaft ist es in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel gekommen. Abfall wird heute immer stärker als Ressource betrachtet. Die Rückführung von Abfallstoffen in den Wirtschaftskreislauf geht in der Regel mit einem ökologischen und ökonomischen Nutzen einher. Deshalb ist davon auszugehen, dass auch zukünftig neue Gestaltungsspielräume an der Schnittstelle Abfall- und Ressourcenwirtschaft entstehen werden.


