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Beispiel: Fahrradstation Lüneburg |
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| Ort: |
Stadt Lüneburg, 68.000 Einwohner, Niedersachsen |
| Zielgruppe: |
Pendler, Bürger |
| Träger der Maßnahme: |
Stadt Lüneburg |
| Kurzbeschreibung: |
Unzureichende Abstellmöglichkeiten, u.a. in einem ehemaligen Bahnschuppen und in einer antiquierten Abstellanlage mit Schrägrillen, führten in der Vergangenheit im Bahnhofsumfeld zu einem heillosen Durcheinander von auf Gehwegen und an Masten "wild geparkten" Fahrrädern. Konsequenz daraus war nicht nur eine Einschränkung des Bewegungsspielraumes für Fußgänger, sondern auch die im Stadtgebiet höchste Diebstahlquote an Fahrrädern. Um diese für alle Seiten unbefriedigenden Verhältnisse in den Griff zu bekommen und vor allem auch Radfahrern und Radfahrerinnen mit höherwertigen Rädern sichere Abstellmöglichkeiten zu bieten, entschloß sich die Stadt zum Bau einer Fahrradstation am Bahnhof. Vom Bahnhof Lüneburg aus haben Bahnkunden eine stündliche InterRegio-Anbindung an die Städte Hamburg und Hannover. Die weiteste Entfernung des Lüneburger Bahnhofs zu Wohnbebauungen am Stadtrand beträgt 5,5 Kilometer. Mit dem Bau der Fahrradstation wurde ein weiterer Baustein der mit dem Verkehrsentwicklungsplan eingegangenen Verpflichtung zur Förderung des umweltfreundlichen Verkehrsverbunds realisiert. |
| Umsetzung: |
Aufgrund der bei einer Zählung ermittelten 650 im direkten Bahnhofsbereich abgestellten Fahrräder wurde die Fahrradstation für 1000 Stellplätze ausgelegt. Diese sind auf zwei Ebenen verteilt, die über Rampen zu erreichen sind. In die Fahrradstation wurde ein Fahrradladen mit Werkstatt integriert. Von dort aus werden auch die Parkdecks überwacht. Mit dem Betrieb der Fahrradstation wurde ein Lüneburger Fahrradhändler beauftragt, der zudem Fahrräder verleiht und Infomaterial wie z.B. Stadtpläne ausgibt. Der Fahrradladen und das untere Parkdeck sind von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Das obere Parkdeck ist rund um die Uhr geöffnet und ermöglicht spät heimkehrenden Kundinnen und Kunden die Fahrradabholung. Als Parkgebühren gelten die folgenden Tarife:
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ökologische Effekte/ ökonomischer Nutzen: |
Die Baukosten der Fahrradstation belaufen sich auf 3,5 Millionen DM zzgl. Grunderwerbskosten für das ehemalige Bahngelände. 2,1 Millionen DM flossen aus GVFG-Mitteln des Landes Niedersachsen in die Investition, der Restbetrag von 1,4 Millionen DM wurde anteilig vom Landkreis Lüneburg und der Stadt Lüneburg getragen. Saison- und wochentagsabhängig schwankt der Auslastungsgrad der Fahrradstation zwischen 40 Prozent und 75 Prozent, wobei an einigen Sommertagen die Kapazitätsgrenze schon erreicht wurde. Nach anfänglichen Protesten gegen die Erhebung von Parkgebühren wird die Fahrradstation inzwischen als fester Bestandteil der kommunalen Verkehrspolitik akzeptiert. Vorliegende Daten belegen eine Zunahme des Radfahreranteils auf dem Weg zum Bahnhof. Eine Aussage über die gleichzeitige Reduzierung des MIV-Anteils ist jedoch nicht möglich. |
| Ansprechpartner: |
Stadt Lüneburg Fachbereich 3 - Bürgerservice, Umwelt und Verkehr Herr Thöring Reitende-Diener-Straße 8 21335 Lüneburg Telefon 04131/309-250 Telefax 04131/309-292 |
| Schlagworte: |
Mobilität, Fahrrad, Lüneburg, Niedersachsen |
| Stand: |
21. Juni 1999 |