Difu-Berichte 4/2008 - Mediennachlese
Gesundheitsförderung sollte in der Gemeinwesenarbeit und im Quartier-Management eine größere Rolle spielen als bisher. … Wo Armut, Arbeitslosigkeit und belastende Lebensverhältnisse herrschten, unterlägen gerade Kinder erhöhten Risiken, sagte Bettina Reimann vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin. Die „Chancen auf Gesundheit“ seien ungleich verteilt, weshalb Förderung nötig sei. … Bettina Reimann warnte vor „zu viel Pädagogik“, man müsse auch den „Lustfaktor“ berücksichtigen, also etwa Kochkurse für Migranten anbieten.
Saarbrücker Zeitung, 13.11.2008
Der Startschuss für den vierten kommunalen Wettbewerb zur Suchtprävention ist gefallen. Alle deutschen Städte, Gemeinden und Kreise sind aufgerufen, bis zum 15. Januar ihre Konzepte zum Thema „Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort“ einzureichen. Ziel des Wettbewerbs ist es, gute Ansätze in der Suchtprävention auf kommunaler Ebene hervorzuheben und bundesweit bekannt zu machen. … Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veranstaltet und vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) organisiert. Das Preisgeld für vorbildliche Maßnahmen in der Suchtprävention beträgt insgesamt 60 000 Euro. Die Spitzenverbände der Krankenkassen beteiligen sich am Wettbewerb mit einem Sonderpreis in Höhe von 10 000 Euro. … Die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs und Bekanntgabe ist am 29. Juni 2009 in Berlin. …
Rheinische Post, 11.11.2008
Bisher gab es in Deutschland meist nur Entweder-Oder: Wer ein eigenes Haus mit Garten haben wollte, musste hinaus in Richtung Vorort. Denn in der Innenstadt gab es doch nur Wohnungen mit Balkon oder Terrasse. Inzwischen beginnen Städteplaner, Bauunternehmer und Architekten, das Konzept der so genannten „Townhouses“ wieder zu entdecken: Schmale, hohe, aneinandergereihte Häuser mit einem kleinen Garten mitten in der Stadt bieten eine Alternative zur Doppelhaushälfte im Speckgürtel der Großstädte. „Die Idee der Townhouses ist eigentlich nicht neu“, erklärt Klaus Beckmann, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik (Berlin). Eng stehende Stadthäuser mit einem geringen Flächenbedarf bei vergleichsweise hoher Wohnqualität habe es in vielen Großstädten seit jeher gegeben. Eine besonders ausgeprägte Tradition haben sie in Großbritannien oder auch in den Niederlanden. „Aber auch in Bremen oder Hamburg findet man sie bis heute.“ … Kurze Verkehrswege zur Schule und Arbeitsstätte, kulturelle Angebote und vielseitige Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten lassen die Stadt als Wohnraum wieder attraktiver werden, erklärt Beckmann; „Das hat auch mit den neuen Lebens- und Haushaltsformen zu tun. Es gibt viele Singles oder kinderlose Paare, und die wollen meist gar nicht weg aus der Stadt.“ In Familien gehen heute oft beide Partner einem Beruf nach. „Wohnt man außerhalb, kosten lange Wege viel Zeit und Geld“. … Eine Variante sind so genannte Baugruppen, die gemeinsam ein Townhouse errichten und bewirtschaften. „Das können zum Beispiel zwei Familien in ähnlichen Situationen sein, die sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung helfen, oder aber auch Ältere und Jüngere, die voneinander profitieren“, erzählt Beckmann.
Die Welt, 8.11.2008
... Auf der Suche nach einem Investitionsprogramm zur Konjunkturbelebung bringt die ostdeutsche Wirtschaft den Solidarpakt ins Spiel. … „Der Nachholbedarf in der ostdeutschen Infrastruktur ist noch immer riesig. Deshalb könnte es sinnvoll sein, den Solidarpakt in seiner bisherigen Höhe weiterzuführen“, sagt Heiko Stiepelmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Bauindustrie. … Stiepelmann beruft sich auf eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Urbanistik, wonach der kommunale Investitionsbedarf bis 2020 in den neuen Ländern deutlich größer ist als in den alten: knapp 9440 statt 8310 Euro je Kopf. Absolut seien 158,4 Milliarden Euro nötig, vor allem für Straßen und Wassersysteme. Dafür seien Förderprogramme unerlässlich, sagt Stiepelmann. „Entscheidend ist, dass das Geld wirklich der Infrastruktur zugute kommt und nicht für Personal versickert.“… .
FAZ, 3.11.2008
Nach neunjähriger Programmlaufzeit hat sich in den Programmgebieten der Sozialen Stadt vieles zum Besseren gewandelt. Zu diesem Ergebnis kommt die beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) angesiedelte Bundestransferstelle Soziale Stadt in ihrem aktuellen Statusbericht. So wurde u.a. festgestellt, dass sich vor allem die Situationswahrnehmung in den Quartieren verbessert hat: Das Spektrum der Rückmeldungen reicht von dem Gefühl, von Politik und Verwaltung nicht nur wahr-, sondern auch ernst genommen zu werden, über die Feststellung, vieles habe sich im Stadtteil getan, bis hin zur Überzeugung, nun in einem lebenswerteren Quartier mit positiverer Grundstimmung zu wohnen. … Durch das Programm Soziale Stadt wurden bis 2007 etwa 500 Stadtteile in rund 320 Gemeinden mit mehr als 2 Mrd. Euro gefördert. Jedes Jahr werden etwa 50 neue Quartiere in das Programm aufgenommen.
Innovative Verwaltung 11/08
... Ein Einkaufs-Center ist für manche Menschen ein Shopping-Paradies, denn alle vermeintlich wichtigen Läden befinden sich zentriert an einem Fleck und niemand muss viel herumlaufen. ... Für andere Menschen sind Shopping-Center künstliche Einkaufswelten mit immer den gleichen Geschäften und das alles ohne Innenstadtflair. Die Geschäfte in den Innenstädten mussten darunter sehr leiden. Seit einigen Jahren ändert sich das, denn es entstehen mehr und mehr Shopping-Center in der Innenstadt. Aber wie müssen die sein, damit der gewachsene Einzelhandel in der City trotzdem nicht kaputtgeht? Dr. Klaus Beckmann, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik in Berlin, im Gespräch mit Sabine Beckmann.
http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/057/277057_article.shtml
inforadio, Interview, 28.10.2008, 06:25 Uhr
... Nichts bleibt, wie es ist – das gilt auch für die kommunale Wirtschaftsförderung. Sie verändert sich kontinuierlich. … Der Erwartungsdruck, dem sich die Wirtschaftsförderer ausgesetzt sehen, wächst – zu dieser Einschätzung kommt die jüngste Umfrage des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zur Situation und den Perspektiven der kommunalen Wirtschaftsförderung in Deutschland. Dass vielerorts die Ressourcen knapper wurden und werden, bringt die Akteure dabei in ein Dilemma. … Durch die Beschäftigung mit Innovationsnetzwerken und der Ansiedlung von Unternehmen der Hochtechnologie rückt eine Auswirkung des demografischen Wandels … ins Blickfeld der Wirtschaftsförderer: der Fachkräftemangel. In gut der Hälfte der vom Deutschen Institut für Urbanistik befragten Kommunen wird er mittlerweile thematisiert.
Der Gemeinderat, 17.10.2008
Anfang Oktober unter dem Titel „Der große Umbruch – Deutsche Städte und Globalisierung“ veröffentlicht werden soll, ist Globalisierung ein Prozess, der auf eine lange Geschichte zurückblickt und dessen aktuelle Gestalt sich einer Reihe von Triebkräften verdankt. … Maßgebliche Folgen dieser Entwicklungen und Strategien waren und sind zunehmende Vernetzung, wachsende globale Arbeitsteilung, ein sich verschärfender, immer weitere Räume und Bereiche einbeziehender Wettbewerb, tiefgreifende Veränderungen auf Seiten der Wirtschaft und ihrer Unternehmen sowie eine allgemeine Beschleunigung von Arbeitsverfahren, Produktionsprozessen und dem Transport von Gütern, Finanzen und Informationen. … Städte und Gemeinden begegnen diesen Herausforderungen mit einer Vielzahl von Aktivitäten, deren Schwerpunkte und Gestalt gleichfalls von den Strukturen, Handlungsmöglichkeiten und Akteurskonstellationen des Einzelfalls abhängen. …
Demokratische Gemeinde, 10/2008
... Wie lassen sich Umzugswillige für den Wohnstandort Innenstadt begeistern? Wie können Kommunen bei der Planung neuer Wohngebiete unterstützt werden, damit diese auch in Zukunft lebenswert und bezahlbar bleiben? Was kann man aus Szenarien lernen, die für eine bessere Abstimmung der Siedlungsentwicklung zwischen Stadt und Umland entwickelt wurden? Zu diesen und weiteren Fragen eines nachhaltigen Flächenmanagements in Kommunen und Regionen liefert die „Flächenpost“ künftig beispielhafte Antworten. Im Monatsrhythmus werden Praxiserfahrungen und Innovationen verständlich und übersichtlich in Wort und Bild vorgestellt. Die „Flächenpost“ wird vom Deutschen Institut für Urbanistik herausgegeben. Die erste Ausgabe der Flächenpost im September widmete sich folgendem Thema: „Ausblick 2030: überraschende Möglichkeiten – Innenentwicklung deckt Wohnbaulandbedarf mehr als erwartet ab“.
Kommunalpolitische Blätter, 10/2008
... Bundesweit 399 Einkaufscenter mit jeweils mehr als 10 000 qm Mietfläche waren zum Stichtag 1. Januar 2008 in Betrieb. Bei einem Gesamtvolumen von 10,1 Millionen qm ergibt sich daraus eine durchschnittliche Größe je Center von 31.500 qm. … Zeitgleich mit der Veröffentlichung des aktuellen EHI Shopping-Center-Reports sind die ersten Ergebnisse einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) bekannt geworden, die sich mit den Auswirkungen großer innerstädtischer Einkaufscenter befasst. … Die Studie kommt schließlich zu dem Schluss, dass sich Innenstädte durchaus auch ohne ein Einkaufscenter entwickeln können, nennt aber als unabdingbare Vorausetzung dafür ein „möglichst komplettes Einzelhandelsangebot mit modernen Einzelhandelsformaten in einem möglichst kompakten Innenstadtraum“.
Handelsjournal, 9/2008
