Difu-Berichte 4/2006 - Stadtteilbezogene Gesundheitsförderung entwickeln und evaluieren
Mehr als gewohnt
Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung
Im September 2006 startete das Difu das neue Forschungsprojekt "Mehr als gewohnt: Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung". Das Projekt soll Strukturen, Prozesse und Projekte der kleinräumigen, stadtteilbezogenen Gesundheitsförderung weiterentwickeln und evaluieren. Die gesundheitsfördernde Gesamtentwicklung im Stadtteil soll in Gang gesetzt und verstärkt werden. Für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene soll - aufbauend auf der Analyse - ein praxistaugliches Implementationsmodell der Primärprävention ausgearbeitet werden. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand ist die Fragestellung, inwieweit mit dem auf sozial benachteiligte Stadtteile konzentrierten Modell ein Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen geleistet werden kann.
In drei Stadtteilen - Westliche Innenstadt (Fürth), Silberhöhe (Halle/Saale) und Altona Lurup (Hamburg) wird die gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung durch das Difu wissenschaftlich begleitet. Die drei Gebiete sind Programmgebiete der Sozialen Stadt, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Problemlagen, der Handlungsbedarfe und Arbeitsstände der stadtteilorientierten Gesundheitsförderung. Weiterer Kooperationspartner ist der BKK-Bundesverband. Die Ergebnisse des Projekts sollen Kommunen und Krankenkassen Hilfestellungen bei der Umsetzung und Qualifizierung der stadtteilbezogenen Gesundheitsförderung geben.
Das Projekt wird im Rahmen des Regierungsprogramms "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Als Projektlaufzeit ist September 2006 bis April 2009 vorgesehen.
Dr. rer. soc. Bettina Reimann
Telefon: 030/39001-191
E-Mail:
reimann@difu.de
