Difu-Berichte 4/2005 - Informationspool für kommunale Energiebeauftragte
Dokumentation des 10. Deutschen Fachkongresses der kommunalen Energiebeauftragten
Am 11. und 12. April 2005 tagte der Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten in der Stadt Hagen. Ausgerichtet wird der Fachkongress seit 1995 vom Deutschen Institut für Urbanistik gemeinsam mit einer Gastgeberstadt und weiteren Kooperationspartnern: dem Arbeitskreis "Energieeinsparung" des Deutschen Städtetages (DST) und den kommunalen Spitzenverbänden (DST, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag) sowie dem Klimabündnis. Gefördert und unterstützt wurde der Kongress vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit über 200 Teilnehmern aus Kommunen der gesamten Bundesrepublik war der Kongress ausgebucht.
Anlässlich des Jubiläums zogen die aus dem gesamten Bundesgebiet kommenden Energiebeauftragten eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit. Durch kommunales Energiemanagement konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich der Einsatz von Wärme, Strom und Wasser minimiert werden. So wurden die kommunalen Haushalte durch Kosteneinsparungen entlastet, wichtige Ressourcen geschont und gleichzeitig Luftbelastung sowie Ausstoß von Treibhausgasen reduziert, so dass ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden konnte.
Auch für die Organisatoren und die Kooperationspartner war der 10. Kongress ein Anlass Bilanz zu ziehen. Seit dem ersten Kongress 1995 in Frankfurt am Main hat sich vieles verändert. Diese Veränderungen beziehen sich einerseits auf den Kongress selbst, seine Struktur, seine Ausgestaltung, die Teilnehmer sowie Referenten, andererseits auf die Rahmenbedingungen, die für das Agieren und Reagieren der kommunalen Energiebeauftragten maßgebend sind.
Nach Gesprächen mit vielen Beteiligten lässt sich feststellen, dass die Teilnehmerzahl seit dem ersten Kongress stetig zugenommen hat. War der Kongress anfänglich hauptsächlich von männlichen Teilnehmern dominiert, so hat sich der Anteil der Teilnehmerinnen inzwischen deutlich erhöht. Zunehmend haben sich auch immer mehr Interessenten aus kleinen Städten und Gemeinden für den Kongress begeistert. Dies ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass nach den großen Städten auch dort Stellen für Energiebeauftragte eingerichtet wurden.
Die Änderungen in den Rahmenbedingungen sind vor allem auf die Neuerungen bei Gesetzen und Verordnungen zurückzuführen. Besondere Bedeutung hatten hierbei das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien und die Energieeinsparverordnung. Aber auch die technologische Weiterentwicklung hat einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass Fortschritte im Energiemanagement erzielt werden konnten.
Auf dem Fachkongress wurden auch im Jahr 2005 neue Verfahren, Ansätze und Beispiele aus der Praxis des kommunalen Energiemanagements vorgestellt und diskutiert. Der Kongress dient damit zugleich als Fortbildungsveranstaltung und als Diskussionsplattform für den Erfahrungsaustausch nach dem Motto "aus der Praxis für die Praxis".
Im Rahmen des 10. Kongresses fanden insgesamt 19 Workshops zu folgenden Themenschwerpunkten statt:
- Energiemanagement: Organisation und Software
- Vertragsgestaltung, Rechnungswesen und Energieeinkauf
- Berichtswesen, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit
- Energieeffizienz
- Erneuerbare Energien
Die Beiträge des Kongresses wurden nun in der Veröffentlichung "Informationspool für kommunale Energiebeauftragte" in der Reihe "Umweltberatung für Kommunen" des Difu dokumentiert. Damit soll nicht nur den Teilnehmern die Möglichkeit geboten werden, die Erträge des Kongresses noch einmal in der Dokumentation nachzulesen, sondern auch allen jenen, die nicht teilnehmen konnten, die vielfältigen Ansätze des kommunalen Energiemanagements näher gebracht werden. Der nächste Fachkongress findet am 3. und 4. April 2006 in der Stadt Bremerhaven statt.
Dipl.-Ing. Cornelia Rösler
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