Difu-Berichte 4/2004 - Stadtbaukultur - Modelle,Workshops, Wettbewerbe
Verfahren der Verständigung über die Gestaltung der Stadt
In Zeiten kontroverser Zukunftsentwürfe für die Stadt und neuer gesellschaftlicher Herausforderungen wird stadtbaukulturelles Engagement zum Balanceakt zwischen öffentlichen und privaten Belangen, kulturellem und Preis-Wettbewerb, Laisser- faire und Gestaltdiktat, Laien- und Expertenurteil. Spielregeln zum Prozedere sind deshalb besonders gefragt.

Es werden Verfahren zur Debatte gestellt, die vielerorts Architektur- und Städtebauprojekte qualitativ begründen und legitimieren, anschaulich und beurteilbar machen sowie Forderungen nach mehr Demokratisierung im Planen und Bauen erfüllen sollen. Hierzu zählen Wettbewerbe aller Art, konkurrierende Gutachten, kooperative und diskursive Verfahren, Entwurfswerkstätten, Bauberatung, Stadt- (teil)foren, 1:1-Modelle, mediale Präsentationen, Architekturgalerien und -museen.
Die bereits 2002 erschienene Publikation ist nach wie vor hochaktuell und interessant für im Bau- und Planungsbereich Tätige aus Verwaltung und Politik, Architekten, Städtebauer, Planer, Bau- und Planungshistoriker. Durch den Vertrieb im eigenen Hause ist es dem Institut nun möglich, den Preis deutlich abzusenken, daher ist der 874 Seiten starke Doppelband mit 566 Abbildungen nun für 19,80 Euro direkt über das Difu zu beziehen.
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Deutsche Bauzeitung “Ein Grundlagenwerk zum Thema, auf das aufbauend sich erst die Diskussion entfalten sollte, wie in jedem einzelnen Fall zu entscheiden ist.” Christian Holl Stadtbauwelt “... Grundvoraussetzung aller Bewertungsund Entscheidungsprozesse ist Information, die auch anschaulich wird. So ist die Geschichte des Wettbewerbswesens auch eine Geschichte seiner Darstellungstechniken. Heidede Becker stellt sie systematisch in ihrer historischen Entwicklung vor, spannend erzählt und mit zahlreichen Abbildungen illustriert. ... “Stadtbaukultur” — ein zu vollendendes Projekt. Das gleichnamige Buch bietet Bausteine für die Fundamentierung.” |
Lore Ditzen DISP “...Zusammenfassend: eine ausserordentlich gründlich recherchierte und kompetent kommentierte Darstellung eines Themas, das für die künftige Gestaltung unserer Städte von zentraler Bedeutung ist: die Entwicklung von Verfahren und Kriterien für fachliche und politische Entscheidungen über künftige Stadtqualitäten.” Gerd Albers PlanerIn “ ... Alles in allem ist mit diesem Werk eine umfassende Bestandsaufnahme über konkurrierende Planungsverfahren geschaffen worden, die durchaus auch für einen weiten Leserkreis empfehlenswert ist.” Gerald Leue |
Inhalt
Vorwort, Summary
- Stadtbaukulturelles Engagement — ein Balanceakt
- Präsentation und Vermittlung von Architektur und Städtebau
- Gestaltungsprozesse zwischen Reglement und Dialog
- Das Wettbewerbswesen im Nachkriegsdeutschland
- Weiterentwicklung konkurrierender Verfahren in der Bundesrepublik
- Wettbewerbskonjunkturen und Konfliktfelder
- Stadtbaukultur — architektur- und städtebaupolitische Herausforderungen
Anhang
- Werkstätten, Gutachten, Wettbewerbe — Skizzen zu konkreten Verfahren
- Exkurs: Meinungsbildung und Marketing — Architektur- und Städtebauauszeichnungen (Sabine Knott)
- Exkurs: Das Wettbewerbswesen in der Deutschen Demokratischen Republik (Carl Krause)
Literatur, Personenregister, Ortsregister, Bildquellen
