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Im Dezember 2003 wurde nach fast vierjähriger Laufzeit das
MEDIA@Komm-Projekt erfolgreich abgeschlossen. 1999 von einer unabhängigen Jury unter insgesamt 136 Teilnehmern im Städtewettbewerb Multi
media MEDIA@Komm ausgewählt, beschritten die Städte Bremen, Esslingen und der Städteverbund Nürnberg ihren Weg zum "elektronischen Rathaus". Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) förderte die Entwicklung, Erprobung und Realisierung der innovativen multimedialen Konzepte in den prämierten Städten und Gemeinden mit einer Summe von rund 25 Millionen Euro.
Wissenschaftlich begleitet wurde die Realisierung der Teilprojekte in den Preisträgerstädten von mehreren Forschungsinstitutionen, wobei die Federführung beim Deutschen Institut für Urbanistik Difu lag. Beteiligt waren außerdem das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN), das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) in Verbindung mit der Forschungsstelle Recht und Innovation (CeRI) sowie die TÜV Informationstechnologie GmbH (TÜViT).
Erfolgsbilanz
MEDIA@Komm
Die neuen Anwendungen und Konzepte für das kommunale E-Government der Preisträger beschränken sich nicht nur auf die Internetauftritte der jeweiligen Stadt. Vielmehr stellen sie in ihrer Vielfalt Bausteine für die bundesweit wachsende Qualität des kommunalen E-Government dar. Die bei nationalen und internationalen Wettbewerben verliehenen Auszeichnungen für die
MEDIA@Komm-Projekte, verdeutlichen den hohen Stellenwert von
MEDIA@Komm für kommunales E-Government in Deutschland und Europa.
Die Zahl der im Rahmen der
MEDIA@Komm-Aktivitäten realisierten anspruchsvollen E-Government-Anwendungen ist kontinuierlich gestiegen. Waren im Oktober 2002 etwa 220 Anwendungen realisiert oder in Umsetzung, ist ihre Zahl im September 2003 bereits auf 310 angewachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent. Vorrangig wurden elektronische Anwendungen in den Produktbereichen "Zentrale Verwaltung" (115) - dazu gehören beispielsweise das Einwohnerwesen oder Verkehrs- und Kfz-Angelegenheiten - und "Räumliche Nutzungen, Bau, Kommunale Immobilien und Umweltschutz" (65) entwickelt. Bei den nichtkommunalen Anwendungen, die beispielsweise mit kommunalen Unternehmen, auf Landesebene oder in Zusammenarbeit mit anderen (63) erstellt wurden, handelt es sich etwa um Produkte in den Bereichen Hochschule (13), Steuern und Finanzen (10) oder um Anwendungen wie Anträge, Bestellungen, Änderungsmitteilungen, Spenden usw. (19).
Die Zielgruppen der Anwendungen in
MEDIA@Komm sind vorwiegend Bürgerinnen und Bürger (81 Prozent) sowie Unternehmen (43 Prozent). Immerhin 16 Prozent der Anwendungen richten sich an die Verwaltung oder den Rat (Anwendungen zur Verbesserung der internen Effektivität und Effizienz) sowie an andere Zielgruppen.
Kommunales E-Government im internationalen Vergleich
Ein neues Produkt der wissenschaftlichen
MEDIA@Komm-Begleitforschung ist eine Veröffentlichung über Ergebnisse des internationalen Vergleichs kommunalen E-Governments. 50 Fallstudien aus sieben Ländern zeigen auf breiter empirischer Basis, welchen Stand kommunales E-Government international erreicht hat und welche Entwicklungsperspektiven sich abzeichnen.
Die ausgewählten Länder stehen hierbei hinsichtlich des Staatsaufbaus, der Verwaltungsstruktur und der nationalen Strategien für bestimmte Typen. Im Gegensatz zu vielen in jüngerer Zeit veröffentlichten Benchmarks, die in erster Linie anhand von Online-Angeboten "auszählen", welches denn die Vorreiter und Nachzügler im internationalen Maßstab sind, bietet der Band qualitativ - und durch die große Analysebreite auch quantitativ - eine hervorragende Argumentationsgrundlage.
Online-Ratgeber "Kommunales E-Government"
Ein wesentliches Ziel der wissenschaftlichen Begleitforschung war es, einen kontinuierlichen Informationstransfer aus den Preisträgerstädten in weitere interessierte Kommunen zu ermöglichen. Außerdem sollten für alle interessierten Städte und Gemeinden Möglichkeiten zur Nachahmung und Übertragung erprobter Konzepte geschaffen werden. Dieser Wissenstransfer fand während des Projekts in vielfältiger Form statt. So wurden drei
MEDIA@Komm-Kongresse veranstaltet, der Print-Newsletter "Offline" und viele andere Printprodukte herausgegeben, aber auch Vorträge in Rahmen unterschiedlicher Veranstaltungen angeboten.
Zum Abschluss der wissenschaftlichen Begleitforschung wurde der Online-Ratgeber "Kommunales E-Government" herausgegeben, der seit Oktober 2003 im Internet abrufbar ist. Dieser Online-Ratgeber bündelt das Wissen aus drei Jahren Begleitforschung, aus Erhebungen und langjährigen Erfahrungen der Verfasserinnen und Verfasser sowie Auswertungen der Fachliteratur. Dokumentiert sind Erfahrungen der
MEDIA@Komm-Städte und viele praktische Hinweise für den Aufbau des kommunalen E-Governments. Um der Komplexität des kommunalem E-Government gerecht zu werden, wurden - basierend auf dem bereits im Jahre 2002 entwickelten Modell der zehn Erfolgsfaktoren, das auf seine Praxistauglichkeit hin bereits überprüft wurde - mehr als 50 Teilaspekte zusammenführt.

Diese Teilaspekte liefern jeweils Informationen zu folgenden Rubriken:
- Handlungsempfehlungen
- Fragen und Antworten
- Erfahrungen aus
MEDIA@Komm
- Erfahrungen aus dem In-und Ausland
- Empirische Ergebnisse
- Dokumente und Hintergrund
Der Ratgeber beschreibt, worauf bei der Gestaltung virtueller Rathäuser zu achten ist. Entscheidungsträger der Kommunen und alle, die Kommunen bei der Umsetzung virtueller Rathäuser unterstützen, erhalten damit ein fundiertes für die Praxisanwendung aufbereitetes Erfahrungswissen, das die eigene Arbeit in diesem komplexen Themenfeld erleichtert. Auch Wissenschaft, Regierung oder weitere Expertenkreise können von dem Ratgeber profitieren.

Produktplan
http://mediakomm.difu.de/erfolgsmodell/dokumente/mediakommproduktplan.pdf
Erfolgsbilanz
http://mediakomm.difu.de/documents/forschung/erfolgsbilanz3_5.pdf
Internationales Monitoring
http://mediakomm.difu.de/index.phtml?text_id=152
Veröffentlichungen
mediakomm.difu.de
Online-Ratgeber
www.mediakomm.difu.de/erfolgsmodell
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Weitere Informationen:
Dr. Busso Grabow
Telefon: 030/39001-248
E-Mail:
grabow@difu.de
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