Difu-Berichte 4/2003 - Gender Mainstreaming im Städtebau: Beispiele und Erfahrungen aus den Städten gesucht
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Im Rahmen des "Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus" (ExWoSt) wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) das Modellvorhaben "Gender Mainstreaming im Städtebau" an das Difu - in Kooperation mit zwei weiteren Planungsbüros - vergeben. Ziel des Projekts ist es aufzuzeigen, wie Gender Mainstreaming (GM) in der Städtebaupolitik Berücksichtigung finden und die Gleichstellungsperspektive in alle städtebaulichen Planungen und Umsetzungen aktiv und sichtbar einbezogen werden kann. Ein Kernstück des Vorhabens ist die Erarbeitung verallgemeinerbarer Strategien zur Integration und Steuerung von Gender Mainstreaming in alltägliche Verwaltungsabläufe. Dabei spielen konkrete Zielvereinbarungen und messbare Erfolgskriterien (Indikatoren) eine tragende Rolle. Die Erarbeitung und Erprobung eines übertragbaren Ziel- und Indikatorengerüsts zum Thema "Gender Mainstreaming im Städtebau" verknüpft deshalb als "roter Faden" die unterschiedlichen Bausteine des Vorhabens und stellt sicher, dass über lokale Projekt- und Modellstadterfahrungen hinaus eine auf andere Städte und Gemeinden übertragbare Arbeitsgrundlage geschaffen wird. Einer der ersten Arbeitsschritte ist die Sammlung und systematische Aufbereitung "Guter Beispiele" sowie von Hinweisen auf mögliche Problemlagen bei der Berücksichtigung und Umsetzung von Gender-Aspekten in Planungs- und Realisierungsverfahren. Die Systematisierung und Verallgemeinerung der bisherigen Erfahrungen in der Umsetzung von gleichstellungspolitischen Zielen in der städtebaulichen Praxis soll Anregungen liefern, wie Gender Mainstreaming in Zukunft erfolgreich in der städtebaulichen Praxis umgesetzt werden kann. Abschließend sollen die Praxisbeispiele aufbereitet, dokumentiert und der interessierten Öffentlichkeit sowohl im Internet und in gedrukkter Form zugänglich gemacht werden. Um möglichst viele Beispiele und Erfahrungen rund um das Thema Gender Mainstreaming in die Projektarbeit einbeziehen zu können, ist die Projektgruppe sehr an Erfahrungen aus den verschiedenen Städten interessiert. Gesucht werden daher Informationen über laufende oder bereits abgeschlossene Planungs- und Beteiligungsverfahren, Projekte und Maßnahmen, in denen gleichstellungspolitische Aspekte eine tragende Rolle spielen und die eventuell einen exemplarischen Charakter haben könnten. Insbesondere die Themenfelder Verkehr, Wohnen, Gestaltung des öffentlichen Raumes, Infrastruktur-, Freiraum und Grünflächenplanung, städtebauliche Planungsverfahren, Beteiligungsverfahren sowie Gender Controlling sind hierbei von Interesse. Die Verfahren oder Maßnahmen sollten bereits realisiert, innovativ und verallgemeinerungsfähig sein. Ihre Einführung bzw. Durchführung sollte möglichst nicht länger als acht Jahre zurückliegen. In diesem Zusammenhang sind auch operationalisierte Zielformulierungen, quanitfizierte Messgrößen oder qualitative Kriterien von größtem Interesse, die als Steuerungsinstrumente in diesem Kontext in den Kommunen bislang eine Rolle gespielt haben.
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