Difu-Berichte 4/2003 - Die Zukunft unserer Städte gestalten: Chancen aus Krisen
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In einem gemeinsam mit der Stadt Dortmund veranstalteten Symposium unter dem Titel "Was geht noch? - Perspektiven und Steuerung unserer Städte" befassten sich im Juli 2002 zahlreiche Referenten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft mit den zentralen Fragen der Zukunft unserer Städte. Dieses Symposium gab den Anstoß für ein Buch, welches der Überlegung folgt, dass sich angesichts einer notwendigen Revision kommunaler Aufgaben und des unabweisbaren Reformbedarfs bei den kommunalen Finanzen ein Zeitfenster öffnet, das für eine Revitalisierung der Stadtpolitik in Deutschland genutzt werden sollte. Die Handlungsspielräume der Städte müssen den gesellschaftlichen Erfordernissen, deren Finanzierbarkeit und Gestaltbarkeit angepasst werden. Ein zentrales Anliegen dabei ist, deutlich zu machen, dass es nicht nur um's Geld geht: Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen ist mittlerweile immer weiter eingeschränkt. Auch der Handlungsrahmen selbst wird durch Aufgabenübertragung, durch die Aufforderung von Aufsichtsbehörden, auf so genannte freiwillige Aufgaben zu verzichten, durch die Liberalisierung und Privatisierung, aber auch durch Politikverdrossenheit zunehmend eingeengt. Dabei spielt gerade im globalen Wettbewerb die lokale Handlungsfähigkeit und die Sicherung lokaler Spezifika eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund gilt es die Chancen der kommunalen Autonomie zu verteidigen und zu nutzen. Auch wenn bei den Autoren Auffassungsunterschiede über Richtung und Ausformung der notwendigen Reformen bestehen, so herrscht doch Einigkeit darüber, dass Reformen anstehen und erhebliche Gestaltungsspielräume bestehen, dass die Städte über Konzepte und Kompetenz verfügen, um erweiterte Gestaltungsspielräume auch zu nutzen. Die Diskussion darüber anzuregen und eine Debatte über das Bewährte und den Reformbedarf im Einzelnen voranzubringen, ist das wesentliche Ziel der Veröffentlichung. Entsprechend weit ist der Bogen der Themen gespannt und reicht von der Reflektion grundsätzlicher Orientierungen der Stadtpolitik bis zur Behandlung wesentlicher Aufgaben von Bewährtem bis zum Reformbedarf. Beispielhaft seien folgende Beitragsthemen erwähnt:
Weitere Beiträge setzen sich unter anderem mit den Herausforderungen der Veränderungen der Bevölkerungsstruktur für die Wohnungswirtschaft (Roswitha Sinz), der Effektivität und Nachhaltigkeit von (Förder)Programmen (Ulrich Pfeiffer), dem Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet (Gerhard Bosch), der Notwendigkeit der Erneuerung der kommunalen Verwaltung (Stephan Articus) sowie der Notwendigkeit starker Stadtregionen (Folkert Kiepe) und der Kooperation in der Region (Wolfram Kuschke) auseinander. Das Buch versucht aufbauend auf den unterschiedlichen Erfahrungen aus Kommunalpraxis, Politik und Wissenschaft Orientierung zu geben, indem in der gegenwärtigen schwierigen Situation ein Beitrag zur Beantwortung der Frage, was noch geht, geleistet wird und damit Grundlagen gelegt werden, die Chancen in der Krise zu nutzen.
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