Difu-Berichte 3/2008 - Servicestelle Kommunaler Klimaschutz beim Difu angesiedelt

Servicestelle Kommunaler Klimaschutz

Beim Deutschen Institut für Urbanistik wird die neue Servicestelle eingerichtet

Logo Klimaschutz zahlt sich aus - Klimaschutzinitiative des BMU

Die Bundesregierung startete zu Beginn des Jahres 2008 eine umfassende Klimaschutzinitiative mit dem Ziel, die Potenziale für den Klimaschutz durch die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Nutzung regenerativer Energien kostengünstig zu realisieren. Außerdem sollen zukunftsweisende Klimaschutztechnologien und innovative Ideen durch Modellprojekte unterstützt und verbreitet werden. Dazu werden umfangreiche Förderprogramme aufgelegt.

Die Kommunen gehören zu den zentralen Zielgruppen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Denn in Kommunen wird aufgrund der räumlichen Konzentration sowie der unterschiedlicher Nutzungen (Wohnen, Gewerbe und Industrie, Verkehr, Freizeit) ein großer Teil klimarelevanter Emissionen erzeugt.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und die begleitende Beratung bei deren Umsetzung, die Anwendung klimaschützender Maßnahmen mit vergleichsweise geringer Wirtschaftlichkeitsschwelle sowie Modellprojekte zum Klimaschutz in nicht kommerziellen sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen.

Dafür wurde – gefördert durch das BMU – eine übergeordnete „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) eingerichtet. Sie soll als Service- und Beratungseinrichtung für Kommunen dienen und zugleich einen Wegweiser durch bestehende Fördermöglichkeiten bieten.

Die Arbeit der bundesweit agierenden Ser-vicestelle umfasst folgende Aufgaben:

  • Öffentlichkeitsarbeit zum Förderprogramm, insbesondere mit Blick auf die Zielgruppe der Kommunen;
  • Vorbereitung und Durchführung der Wettbewerbe „Kommunaler Klimaschutz“;
  • Beratungs- und Serviceleistungen zum kommunalen Klimaschutz.


Die Förderrichtlinie

Die Förderrichtlinie (Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative) wurde am 18. Juni verabschiedet und trat mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger (Ausgabe Nr. 96 vom 1. Juli 2008, S. 2339) in Kraft.

Weitere Informationen zur Förderrichtlinie (Kurzbeschreibungen, Merkblätter) stehen im Internet zum Download bereit unter:
www.kommunaler-klimaschutz.de

Informationen zum Antragsverfahren finden Interessierte zudem im Internet auf der Seite
www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative.


Auftaktkonferenz

Am 19.6.2008 fand zum Auftakt des Förderprogramms die Konferenz „Perspektiven des kommunalen Klimaschutzes“ in Berlin statt. Die Konferenz wurde vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden veranstaltet und durch das Difu unterstützt.

Im Rahmen der Konferenz wurden sechs Kommunen mit ihren vorbildlichen Projekten und Maßnahmen zum Klimaschutz vorgestellt:

  • Landeshauptstadt München
  • Stadt Münster
  • Stadt Neckarsulm
  • Stadt Merkendorf
  • Region Hannover
  • Kreis Steinfurt

Zu ihren vorbildlichen Maßnahmen, die andere Kommunen zur Nachahmung anregen sollen, wurden Kurzfilme präsentiert. Interessenten können eine DVD dieser Kurzfilme über die „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ erhalten (solange Vorrat reicht) oder diese als Download unter
www.kommunaler-klimaschutz.de abrufen.

Weitere Informationen:

Sekretariat der Servicestelle
Telefon: 0221/340308-15
E-Mail:
kontakt@kommunalerklimaschutz.de

www.kommunaler-klimaschutz.de