Difu-Berichte 3/2007 - Mediennachlese
Zum 1. Januar ist mit dem Gesetz zur Erleichterung von Planungsvorhaben für die Innenentwicklung der Städte eine Vorschrift in Kraft getreten, mit der hauptsächlich Änderungen des Baugesetzbuches (BauGB) einhergehen.„Die Zentren in unseren Städten sollen als Orte des gesellschaftlichen Lebens weiter gestärkt werden. Mit den Änderungen im Baugesetzbuch wird den Kommunen dafür ein modernes Instrumentarium in die Hand gegeben. Die Steuerungsmöglichkeiten der Städte und Gemeinden für eine nachhaltige Entwicklung werden deutlich ausgebaut.“ So beschrieb Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee die Ziele des Gesetzes anlässlich der Verkündung. Vor Verabschiedung des Gesetzes wurden die Regelungen des Regierungsentwurfs … auf ihre Praxistauglichkeit getestet, und zwar im Zeitraum Juli bis September 2006. Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIfU) hat diesen Praxistest begleitet, moderiert und in den Ergebnissen dokumentiert. Ziel des Tests war es, die Praktikabilität und Verstehbarkeit des geplanten Gesetzes sicherzustellen. Im Ergebnis wurde bei den beteiligten Städten eine breite Zustimmung festgestellt, die sich vor allem auf bestätigte erhebliche Beschleunigungseffekte gründete. …
Deutsches Architektenblatt, Mai 2007
… Die Einkaufszentren entstehen nicht mehr auf der grünen Wiese, sie rücken in die Städte. Beim Deutschen Institut für Urbanistik beobachtet man diesen Trend schon länger. Neu sei, dass nun Projektentwickler und Investoren nicht mehr allein in die großen Städte drängten, sondern auch die Mittelstädte mit einer Einwohnerzahl unter 100 000 für sich entdeckten. Der Grund dafür sei zum einen, dass immer mehr Menschen lieber in Städten als anderswo lebten, zum anderen das veränderte Bewusstsein der Politiker: „Sie kriegen heute große Einkaufszentren auf der grünen Wiese nicht mehr genehmigt“, sagt Institutsmitarbeiter Gerd Kühn. …
FAZ, 8.6.2007
… Vizekanzler Müntefering: Nachholbedarf für die Sanierung öffentlicher Gebäude … „Wir haben zu wenige Investitionen in den Städten und Gemeinden, nur 18 Milliarden Euro im Jahr. Wir brauchen aber 70 Milliarden“, sagte Müntefering unter Berufung auf das Deutsche Institut für Urbanistik. Es gebe überall Straßen, Kindergärten, Schulen, Universitäten und öffentliche Gebäude, die dringend in Stand gesetzt und energetisch modernisiert werden müssten. Zugleich warnte der Vizekanzler vor einem übertriebenen Schuldenabbau des Staates. …
Der Spiegel, 4.7.2007
… „In fünf bis zehn Jahren wird es in vielen deutschen Verwaltungen zu einem beträchtlichen Personalmangel kommen“, sagt Ulrich Mohn vom Deutschen Städte- und Gemeindebund voraus. Denn der Nachwuchs fehlt…. Aufgrund einer EU-Vereinbarung über die Harmonisierung von Hochschulabschlüssen haben die Absolventen mittlerweile in der Wirtschaft gute Chancen – und wandern ab…. Seit der Föderalismusreform dürfen die Länder über die Besoldung selbst entscheiden. Was auf Dauer zu einem Einkommensgefälle zwischen reichen und armen Ländern führen könnte, erklärt Rüdiger Knipp vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin. Gerade bei Uni- und Fachhochschulabsolventen sei die Bereitschaft zur Mobilität hoch. … Vor allem aber muss das vorhandene Personal besser gepflegt werden, sagt Experte Knipp. … Gute Mitarbeiter sind ein enormer Standortvorteil, mahnt Knipp die Kommunen: „Gerade Unternehmen wollen kompetente Ansprechpartner haben. Wenn sich herumspricht, dass die Zusammenarbeit mit einer Kommune gut läuft, ist das ein Plus.“
Westfalenpost, 25.07.2007
Difu-Wissenschaftler Holger Floeting hat für die Videorubrik des Online-Angebots der „ZEIT“ ein Interview zum Thema „Sicherheit in den Städten“ gegeben, das im Beitrag „Die sichere Stadt“ zu hören ist. Die gesamte Videoreportage ist zu finden unter
www.zeit.de/video/player?video-ID=200707185ecff9.
www.zeit.de
… Mit dem in der 3. Auflage vorgelegten Handbuch zu Städtebaulichen Verträgen tragen die Autoren der nach wie vor hohen Bedeutung städtebaulicher Verträge zur erfolgreichen Stadtentwicklung Rechnung. Es wendet sich dabei an Praktiker in den Gemeinden, aber auch an Rechtsanwälte, Investoren und Developer mit dem Ziel, diesen konkrete Hinweise zur Entwicklung vertraglicher Regelungen zu geben. … Entsprechend dem Leitgedanken eines Praktikerhandbuchs enthält das Buch eine Vielzahl von Vertragsmustern und Regelungsbeispielen, die sich im Sinne eines Baukastens verwenden lassen, und aus dem einzelne Regelungsbeispiele und Muster bedarfsgerecht zu einem maßgeschneiderten Vertrag zusammengestellt werden können. Das vorgelegte Buch ist damit, wie bereits auch die beiden Vorauflagen, ein unentbehrlicher Ratgeber und ein wichtiges Nachschlagewerk für die im Bereich städtebaulicher Verträge Tätigen. …
fub – Flächenmanagement und Bodenordnung,4/2007
… Ein ganz normaler Tag am Meer, könnte man meinen. Tatsächlich ist es ein ganz normaler Tag in der Stadt – und die Beach-Club- Gäste haben es alle nicht weiter als drei bis fünf Minuten zu ihren Wohnungen oder Stadthäusern. Denn: Die Deutschen haben ihre Städte wieder entdeckt. Sie flüchten nicht mehr in die Vororte, ins Umland oder ins Grüne. „Der Trend zum Innenstadtwohnen ist keine Mode-Erscheinung“, stellt Hasso Brühl vom Institut für Urbanes Leben fest. Die Stadt als Lebens-, Wohn- und Arbeitsmittelpunkt ist für die Menschen so attraktiv wie nie. …
Cosmopolitan, Heft 8/07
… Auf das Dilemma verfehlter Stadtumbaustrategien hatten zuvor bereits Studien führender Stadtforschungsinstitute wie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) in Berlin, des Instituts für Raumökologie Dresden und des Lehrstuhls Stadttechnik an der TU Cottbus verwiesen. Erfolge der Rückbau der Städte nicht von außen nach innen, sondern in der Form der Ausdünnung bestehender kompakter innerstädtischer Quartiere, werde es zur Unterauslastung der Ver- und Entsorgungsnetze kommen. Damit werde eine Lawine ausgelöst, die sich in Wärmeverlusten, Verstopfung und Verkeimung von Leitungen sowie steigenden Wartungs- und Reparaturkosten auswirkt. …
Die Welt, 29.8.2007
… Sich mit der Alterung der Gesellschaft auseinanderzusetzen, sei derzeit eines der wichtigsten Themen von Stadtplanung, sagt Klaus Beckmann, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik. Doch dieses Phänomen könne für einige Städte sogar eine Chance für die Zukunft sein. „Aus Studien können wir schließen, dass es immer mehr ältere Menschen aus dem Umland wieder in die Städte zieht“, sagt Beckmann. Denn hier gebe es die für die soziale Teilhabe wichtige Infrastruktur. … Daneben gehe es auch um die Frage, mit wie viel Wohnraum man auskommt. „Braucht man wirklich 120 Quadratmeter auf dem Land und dazu noch den Garten?“ Viele Senioren würden sich inzwischen für die kleine, aber zentrale Wohnung entscheiden. Die Landflucht der Senioren kann sich für die Städte finanziell rechnen. Die Kaufkraft der Generation 60-plus liegt nach Schätzungen bei 90 Milliarden Euro pro Jahr. …
Die Welt, 3.9.2007
… „Die Diskussion um Bau und Betrieb von Krippenplätzen ist ein typisches Beispiel für viele kommunale Leistungsbereiche, die durch ein fast einstimmiges gesellschaftliches „Müssen und Wollen“ geprägt sind. Die gesetzliche Zuständigkeit liegt aber beim Bund, der nur unzureichend bereit ist, die den Gemeinden aufgelasteten Bürden im Sinne des Konnexitätsprinzips zu finanzieren. Die grundsätzliche Verbesserung der Finanzausstattung der Gemeinden wäre ein tragfähiger und – möchte ich ergänzen – notwendiger Weg. Dies trifft die Gemeinden in vielen anderen Bereichen ähnlich, etwa bei den wachsenden Integrationserfordernissen. Das Difu kann in solchen Fällen die Kosten, die Finanzierungserfordernisse oder auch die institutionellen und organisatorischen Notwendigkeiten aufzeigen. Wir forschen, erarbeiten Anwendungsempfehlungen, beraten und bilden fort – mitten im Kern der dynamischen Veränderungen von Städten und Gemeinden“. …
Interview mit Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann, der gemeinderat, Heft 9/07
… Öffentlich-Private-Partnerschaften … rücken immer mehr in das Interesse der Kapitalanlagemärkte. Über so genannte ÖPPFonds, die laut Investmentgesetznovelle demnächst eingeführt werden sollen, können künftig Privatanleger im großen Stil auf diesem Gebiet investieren. Schon heute haben sie mit einzelnen geschlossenen Fonds die Möglichkeit dazu. Höchste Zeit also zu fragen, welche Renditen mit solchen Investitionen möglich sind. … Eines ist klar: Der Markt, der sich hier für die private Anlage öffnet, hat gewaltiges Potenzial. Laut dem Deutschen Institut für Urbanistik (DIFU) müssen in Deutschland allein auf kommunaler Ebene jährlich mindestens 70 Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert werden.
Manager-Magazin, Heft 9/07
… „Vielen Innenstädten ist durch das massive und zu vorbehaltlos hingenommene Vordringen zu großer stereotyp angelegter Einkaufscenter nachhaltig geschadet worden.“ Diese Kernaussage in dem Positionspapier des Deutschen Instituts für Urbanistik zur Ansiedlung von Shopping-Centern in Innenstädten nahm der SPD-Stadtverband (Höxter) zum Anlass, gemeinsam mit der Ratsfraktion entsprechende Untersuchungen auszuwerten. Besondere Brisanz erhalte diese Grundaussage durch die in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses formulierte Weigerung des Projektentwicklers der Galerie, ein Augenmerk auf innenstadtverträgliche Sortimente in der Galerie zu richten…
Neue Westfälische, 4.9.2007
