Difu-Berichte 3/2005 - Difu-intern: Abschied nehmen


Dr. Paul von Kodolitsch

1973 bis Sommer 2005 - eine lange Zeit: Nach 32 Jahren am Difu hat
Dr. Paul von Kodolitsch Ende Juni das Institut verlassen. Dabei war der Weg hin zum kommunalwissenschaftlichen "Urgestein" nicht vorgezeichnet, denn seine 1973 abgeschlossene Dissertation hatte die Ostpolitik der Großen Koalition zum Thema. Zuvor hatte er Politische Wissenschaften, Öffentliches Recht und Neuere Geschichte an der Freien Universität studiert und dabei auch die wilden 60er Jahre am OSI, dem Otto-Suhr-Institut in Berlin, miterlebt.

Ins Ernst-Reuter-Haus kam er in der Phase des Übergangs vom Kommunalwissenschaftlichen Forschungszentrum zum Difu. Bereits damals galt für die Mitarbeiter die Devise, praxisorientiert zu arbeiten. Hieran hat sich Paul von Kodolitsch immer orientiert, sowohl in der Forschung, als auch in der Fortbildungsarbeit. Zunächst gehörte er zu den "Grufos", den Grundlagenforschern, anschließend zum Arbeitsbereich Recht, Wirtschaft und Finanzen. Im Herbst 1987 erfolgte ein Wechsel in den Arbeitsbereich Fortbildung, wo er auch langjährig als Koordinator tätig war. Von Kodolitsch deckte ein weites Themenspektrum ab. Zu erwähnen sind unter anderem die Felder Rat und Verwaltung, Bürgerbeteiligung, Verwaltungsmodernisierung, Kriminalprävention und Korruption. Von 2001 bis zu seinem Ausscheiden war er auch verantwortlicher Redakteur der Deutschen Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK).

Mit seinem Weggang muss das Difu nicht nur auf einen "gestandenen" Wissenschaftler verzichten. Im Kollegenkreis wird man auch seine immer freundliche Art vermissen, mit den Dingen des Lebens umzugehen, sein guter Rat zur rechten Zeit, auch einmal abseits urbaner Belange. Bleibt nur noch, ihm zu wünschen, dass noch viel Zeit dafür bleibt, sich nun dem zuzuwenden, für das in all den Jahren die Zeit gefehlt hat.