Difu-Berichte 3/2005 - Besucherzuwachs bei Langer Nacht der Wissenschaften
Besucherzuwachs bei der Langen Nacht der Wissenschaften
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Zwanzig Prozent mehr Interessierte besuchten bei der diesjährigen "Langen Nacht der Wissenschaften" das Deutsche Institut für Urbanistik im Berliner Ernst-Reuter-Haus und machten damit auch die zweite Teilnahme des Instituts zu einem vollen Erfolg. Erneut wurde bis in die frühen Morgenstunden referiert, lebhaft diskutiert und das kulturelle Angebot genossen. Mit von der Partie war auch in diesem Jahr wieder die im selben Haus ansässige Senatsbibliothek Berlin.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Difu boten den Besuchern ein breit gefächertes Programm: Kurzvorträge und Online-Präsentationen zu verschiedenen Themen rund um die Stadt, Fotopräsentationen, Kurzfilme über das Leben in urbanen Lebensräumen bis hin zur "Stadtrallye für Jung und Junggebliebene mit Diplom". Auch die kleinen Stadtbewohner kamen auf ihre Kosten: Sie demonstrierten im Rahmen eines Malwettbewerbs unter dem Motto "Wie und wo möchte ich wohnen?", wie sie sich das Leben in der Stadt vorstellen und ließen anschließend Ballons um die Wette fliegen.
Die Kurzvorträge zu sechs aktuellen "Stadtthemen" sorgten im Laufe des Abends für reichlich Diskussionsstoff, was nicht verwunderte, bei Themen, über die sich fast jeder Gedanken macht:
- Welche Auswirkungen hat der Bevölkerungsrückgang auf die Städte?
(Prof. Dr. Heinrich Mäding) - Multi-Kulti, Parallelgesellschaften oder was? Wie integrationsfähig ist die Stadt?
(Dr. Bettina Reimann) - Was tun mit freien Flächen in der Stadt?
(Luise Preisler-Holl) - Warum nicht in der Innenstadt wohnen?
(Hasso Brühl) - Kulturpolitik für wen?
(Dr. Albrecht Göschel) - Nummernschild, Ausweis, Geburtsurkunde - demnächst nur noch online?
(Holger Floeting)
Zwei weitere Themen wurden anhand von Online-Präsentationen und plastischen "Offline- Beispielen" demonstriert:
- Warum müssen Städte fahrradfreundlich werden?
- Was ist eigentlich ein virtuelles Rathaus?
Auf Interesse stießen auch wieder die Architekturführungen durch das Ernst-Reuter- Haus, die über die langjährige wechselvolle Geschichte des historischen Gebäudes informierten.
Auch in diesem Jahr gab es wieder "Difu-Kino" bei der Langen Nacht. Diesmal wurden in Kooperation mit dem Kreuzberg Museum drei Dokumentarfilme gezeigt:
- "Schade, dass Beton nicht brennt"
- "...was man so sein eigen nennt. Der Mauergarten und andere Grenzfälle"
- "10 Jahre Sanierung - Friedrichshain 2004"
Als neues Angebot wurden in Kooperation mit der Stiftung Denkmalschutz Berlin Führungen auf das gerade im Restaurierungsprozess befindliche Charlottenburger Tor angeboten. Zudem konnten die Besucher selbst Gipsabdrücke vom Charlottenburger Tor erstellen. Anhand einer Laservorführung in der Dunkelkammer wurden die Sanierungstechniken demonstriert.
Über Kultur wurde an dem Abend nicht nur geredet, sie wurde auch genossen: "The Pauls", die Bigband der Paul Natorp-Oberschule aus Berlin-Schöneberg sorgte unter dem Motto von "Hit the road, Jack" bis "Tequila" für Stimmung, so dass an dem Abend nicht nur diskutiert, sondern auch getanzt wurde.
Die Senatsbibliothek sorgte für weitere Highlights im Ernst-Reuter-Haus. Sie öffnete auch nachts ihr komplettes Serviceangebot, ermöglichte einen Besuch in der Werkstatt des Hausbuchbinders, digitale Einblicke in die Berliner Adressbucher von 1799-1943 und ließ die nächtliche Bibliotheksnutzung mit Live-Musik des "Six4Jazz Quartett" untermalen.
Insgesamt verdeutlichte die Veranstaltung das große Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger an der städtischen Entwicklung und urbanen Themen allgemein.
Fotos und allgemeine Impressionen dieses gelungenen Abends, wie auch die Ergebnisse des Städtequiz und des Kindermalwettbewerbs, sind im Internet nachzulesen unter
http://www.difu.de/presse/051028/.
Sybille Wenke-Thiem
Telefon: 030/39001-209
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