Difu-Berichte 3/2004 - Auswertung der Leser-Umfrage der Difu-Berichte

Auswertung der Leser- Umfrage der Difu-Berichte

“Gäbe es das Difu nicht, müsste man es erfinden.”

Zu Jahresbeginn führte das Difu eine Umfrage unter den Lesern seines Newsletters “Berichte” durch. Die Leser beteiligten sich rege an der Umfrage, dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Die Ergebnisse der Erhebung sollen natürlich den “Berichte”-Lesern nicht vorenthalten bleiben.

Die Leser-Umfrage belegt eindrucksvoll, dass das Ziel, die “Berichte”-Leser mit qualitativ hochwertigen Informationen rund um das Thema “Stadt” zu unterstützen, erreicht wird: rund 83 Prozent der Leser bewerteten die “Berichte” mit einem Gesamturteil von gut oder sehr gut, weitere rund 17 Prozent vergaben als Gesamturteil ein “angemessen”.

Auch das Ziel, Anregungen und Vorschläge zum Überdenken von Arbeitsweisen zu liefern, wird offenbar erreicht. So gaben fast 50 Prozent der Leser an, die Berichte hätten sie schon einmal dazu angeregt, “laufende Projekte und Aufgaben zu verändern”, ebenfalls 50 Prozent teilten mit, dass die Berichte sie “dazu angeregt haben, neue Projekte/Aufgaben anzugehen”. Auch bemerkenswert: fast zwei Drittel der Leser vermerkten, das Heft habe sie “angeregt, mit dem Difu oder anderen genannten Institutionen Kontakt aufzunehmen”.

Dies kommt auch in den vielen schriftlichen Lobbekundungen zum Ausdruck: “Für meine Arbeit ist es sehr wichtig, dass es das Forum des Difu gibt.”, “Die Difu-Arbeitshilfen gehören für mich seit Jahren zu den wichtigen Nachschlagewerken — sie tragen ihren Namen zu Recht! Bitte weitermachen!”, “Das Difu leistet eine sehr gute, informative und praxisbezogene Arbeit. Dies gilt auch für die mediale Verbreitung.”, “Macht weiter so wie bisher! Gutes muss nicht geändert werden.”, “Gäbe es das Difu nicht, müsste man es erfinden.”

Der Eindruck der großen Anziehungskraft der Difu-Berichte bestätigt sich auch in der Beantwortung der Frage “Wie viele Personen lesen das von Ihnen abonnierte Heft?”, denn mehr als 54 Prozent aller Befragten teilen ihre Ausgabe mit einer bis fünf weiteren Personen und weitere 18 Prozent der Gesamtleserschaft sogar mit mehr als fünf weiteren Lesern.

In sämtlichen Bereichen — vom inhaltlichen Aspekt bis hin zur Gestaltung — bewerteten die Leser das Heft durchschnittlich mit “gut”. Vor allem Inhalt und Informationsgehalt sind hier hervorzuheben. In den vielen lobenden Aussagen überwogen Zitate wie “Straffe, kurze Berichte, die angesichts der allgemeinen Informationsflut angenehm sind.”

Neben dem umfangreichen Lob gab es jedoch auch etliche kritische Stimmen. Die Kritik wandte sich hauptsächlich dem Thema Wechsel von der Print- zur Online- Ausgabe zu: So gaben trotz weit verbreitetem Internetanschluss am Arbeitsplatz (86,3 Prozent; nur 1,9 Prozent gaben an, dass sie über gar keinen Internetzugang verfügen) 63,2 Prozent der Leser an, sie würden eine rein digitale Ausgabe der Berichte weniger oder gar nicht mehr lesen. Dies verwundert nicht, denn viele Bemerkungen wie “die Papierform ist angenehm zu gemeinsamer Lektüre und kommentierter Weitergabe, bitte beibehalten!” oder “Ich lese die Berichte immer im ÖPNV auf dem Weg von und zur Arbeit” machen deutlich, dass eine reine Online-Ausgabe manches jetzt praktizierte Verfahren ausschließen würde. Weit verbreitet war denn auch die Einschätzung “Für die Online- Version würde ich mir wahrscheinlich nicht mehr so viel Zeit nehmen.” Dies sei “ein Erfahrungswert von anderen Publikationen”. So wurde denn auch häufig die Bitte “Nehmen Sie Abstand von einer reinen Online-Ausgabe, stellen Sie den Abonnenten lieber beide Alternativen vor und lassen Sie diese dann individuell entscheiden.” geäußert. Der Grundtenor aller Kritik lässt sich vielleicht am besten mit folgender Aussage auf den Punkt bringen: “Ich schätze eine überschaubare Printausgabe — gerade im Gegensatz zu den vielen anderen E-Mail-Newslettern! Hier nimmt man sich mehr Zeit, auch einmal Randthemen zu lesen.”

Natürlich interessierte auch die thematische Präferenz der Berichte-Leser: So befassen sich 63,8 Prozent der Leser beruflich mit Stadt- und Regionalentwicklung, 48,6 Prozent mit Städtebau und 39,9 mit Verwaltung. Mit je 38 Prozent folgen die Themen Umwelt und Wirtschaft, mit 37 Verkehr, darauf folgen mit 25,7 EU/Internationales, mit 22,9 Bürgerinformation mit 22,5 Recht und mit jeweils 19,9 Arbeit und Soziales.

Ein positives Echo gab es auch auf die vorgeschlagenen Berichte-Rubriken. Difu- Studien- und -projektergebnisse, Difu- Veröffentlichungen und neue Difu-Projekte werden von den Lesern als sehr interessant bewertet. Darauf folgen die Rubriken Standpunkt, Neu im Difu-Internet, Begriffserklärungen aus der kommunalen Szene und Infos aus den Difu-Zuwenderstädten. Diese sind für die Leser zwar nicht von großem Interesse, jedoch gaben sie an, sich für diese Punkte zumindest “manchmal” bzw. “etwas” zu interessieren. Einzig das Difu in den Medien und Difu intern: Personalia/Neu im Difu werden von den Lesern als weniger interessant eingestuft, was sicherlich darauf zurückzuführen ist, dass im Vordergrund der Wunsch nach inhaltlicher Information für die eigene Arbeit steht. Abschließend ist daher festzuhalten, dass die absolute Mehrheit aller Leser vollauf mit den Difu- Berichten zufrieden ist und sich wünscht, dass die Hefte in gewohnter Form erhalten bleiben. Dieser Wunsch ist anhand des einfachen Kommentars “Weiter so!” denn auch am häufigsten in den ausgefüllten Fragebogen zu lesen.

Das Difu wird die vielen Hinweise in die Neukonzeption des Heftes einfließen lassen. Die Ausgabe 1-2005 wird in neuer Form erscheinen und die Leserwünsche aufgreifen. So wird das Heft nicht nur in einem neuen Gewand erscheinen, der Umstieg auf Rubriken und weitere Zusatzinformationen soll den Lesern künftig einen noch besseren Informations- und Nutzwert bieten.

Weitere Informationen:

Sybille Wenke-Thiem
Telefon: 030/39001-209
E-Mail:
wenke-thiem@difu.de