Difu-Berichte 3/2003 - Bundeswettbewerb: Vorbildliche Maßnahmen der Tabakprävention gesucht

Tabakprävention vor Ort

Vorbildliche Maßnahmen der Tabakprävention
gesucht/ Difu betreut zweiten Bundeswettbewerb
zur kommunalen Suchtprävention



In welchen deutschen Städten, Gemeinden und Kreisen werden beispielhafte Maßnahmen gegen das Rauchen ergriffen? Welche neuen Mittel und Wege sind besonders wirksam, um im Lebensumfeld der Menschen dem Suchtmittelmissbrauch vorzubeugen? Die Aktivitäten der Kommunen sind vielfältig - ob es um Schutz vor dem Passivrauchen, die Einrichtung rauchfreier Krankenhäuser und Schulen oder um bürgernahe Angebote der Raucherberatung geht.

Im Rahmen des zum zweiten Mal von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf Anregung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung durchgeführten Wettbewerbs zur Suchtprävention werden solche vorbildlichen Maßnahmen gesucht. Mindestens zwei der drei grundlegenden Ziele der Tabakprävention sollten sich in den eingereichten Wettbewerbs-Beiträgen widerspiegeln:

  • Einstieg in das Rauchen verhindern,
  • den (frühzeitigen) Ausstieg fördern,
  • den Schutz vor Passivrauchen stärken.

Der von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützte Wettbewerb wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, betreut. Ziel des in diesem Jahr unter dem Motto "Tabakprävention vor Ort" stehenden Wettbewerbs ist es, die innovativen einfallsreichen Maßnahmen kommunaler Suchtprävention publik zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

Zur Teilnahme eingeladen sind alle deutschen Städte, Gemeinden und Kreise. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Präventionsaktivitäten Dritter (zum Beispiel Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Betriebe oder private Initiativen) können ausschließlich als Bestandteil der Bewerbung einer Kommune berücksichtigt werden.

Belohnt werden die Preisträger für ihre gesundheitsfördernden Maßnahmen mit ebenso gesundheitsfördernden Preisen: Der Jury steht ein Preisgeld von insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung, das für künftige Maßnahmen der Tabakprävention eingesetzt werden muss. Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmeurkunde.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 15. Dezember 2003 (Poststempel) an das Deutsche Institut für Urbanistik, Geschäftsstelle Suchtprävention, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, geschickt werden. Die Abschlussveranstaltung zur Prämierung der Wettbewerbsbeiträge findet am 27. Mai 2004 in Berlin statt.

Eine von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in Abstimmung mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und den Kommunalen Spitzenverbänden berufene Jury bewertet die Wettbewerbsbeiträge.

Strategien der Tabakprävention, die kommunikative mit strukturellen Maßnahmen verbinden, haben sich als besonders wirksam erwiesen, den Tabakkonsum zu reduzieren. Deshalb sind Wettbewerbsbeiträge gefragt, die beide Bereiche abdekken:

Kommunikative Maßnahmen

Von Interesse sind tabakpräventive Maßnahmen, die das Wissen der Bürgerinnen und Bürger über Tabak, Tabakabhängigkeit und die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums verbreiten oder vertiefen, die eine bewusste Auseinandersetzung mit den Folgen des Tabakkonsums bei einer möglichst großen Anzahl von Personen anregen und die Identifikation der Bürger einer Gemeinde mit den Zielen der Tabakprävention fördern.

Zu den kommunikativen Maßnahmen zählen Aktivitäten, die das individuelle Konsumverhalten von Raucherinnen und Rauchern beeinflussen ebenso, wie die Qualifizierung von Multiplikatoren.

Strukturelle Maßnahmen

Von Interesse sind auch Maßnahmen, die sich auf Vereinbarungen, gesetzliche Regelungen
oder andere Vorschriften bzw. deren Umsetzung richten.

Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse

Die Teilnehmer geben durch ihre Bewerbung die Zustimmung zur Veröffentlichung der eingereichten Unterlagen in der vorgesehenen Wettbewerbsdokumentation (Buchveröffentlichung und Internet). Jeder Teilnehmer enthält kostenfrei ein Belegexemplar der gedruckten Dokumentation.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind beim Difu sowie über das Internet zu beziehen:


www.kommunale-suchtpraevention.de

Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Geschäftsstelle Suchtprävention
Ina Kaube
Tel: 030/39001-131
Postfach 12 03 21, 10593 Berlin
Fax: 030/39001-160
E-Mail:
kaube@difu.de



Weitere Informationen:
Susanne Plagemann
Telefon: 030/39001-274
E-Mail:
plagemann@difu.de