Difu-Berichte 2/2008 - Kooperationsformen im Bereich "Frühe Hilfen"
Kooperationsformen im Bereich „Frühe Hilfen“
Am 1. Juni 2008 startet das Difu eine bundesweite Bestandsaufnahme zu Kooperationsformen im Bereich „Frühe Hilfen“. Auftraggeber ist das Nationale Zentrum Frühe Hilfen, das gemeinsam von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Deutschen Jugendinstitut e.V. getragen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wird. Das Projekt ist Bestandteil des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“.
Mit dem Programm soll über die Verzahnung gesundheitsbezogener Leistungen, Jugendhilfeleistungen sowie zivilgesellschaftliches Engagement der Schutzauftrag der staatlichen Gemeinschaft gestärkt werden. Entscheidend für die Qualitätsentwicklung von Frühen Hilfen ist eine aufeinander abgestimmte Kooperation von Einzelmaßnahmen im Rahmen regionaler Hilfenetze. Hier kommt kommunalen Steuerungsbehörden wie Jugend- und Gesundheitsämtern eine besondere Bedeutung zu. Bislang liegen nur wenige Informationen über bereits vorhandene Kooperationsformen und Vernetzungsstrategien von Gesundheitswesen und Jugendhilfe vor. Berücksichtigt werden sollen in diesem Kontext auch die lokalen und länderspezifischen Rahmenbedingungen, unter denen die Zusammenarbeit und der Aufbau Früher Hilfen stattfindet.
Mit dem Projekt sollen vorhandene Kooperationsformen kommunaler Steuerungsbehörden wie Jugend- und Gesundheitsämter eingehender untersucht werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Erfassung der Ziele der Kooperationen vor Ort bzw. in der Erfassung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Zusammenarbeit der einzelnen Akteure. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Aufbau eines Monitoring-Systems im Bereich „Frühe Hilfen“. Damit wird ein erster und wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung und -entwicklung in diesem Bereich geleistet. Nur über eine qualifizierte Erfassung und Berichterstattung ist es möglich, rechtzeitig Optimierungspotenziale zu erkennen und Fehlentwicklungen gegenzusteuern.
Weitere Informationen:
Dipl.-Soz. Detlef Landua
Telefon: 030/39001-196
E-Mail:
d.landua@difu.de
