Difu-Berichte 2/2001 - Einkaufen mit oder im Netz?

Trends und Akteure im Online-Shopping und bei Online-Dienstleistungen

 

    

Am 2. und 3. April 2001 fand in Leipzig die erste Werkstatt "Einkaufen mit oder im Netz. Trends und Akteure im Online-Shopping und bei Online-Dienstleistungen" statt. Diese Veranstaltung war der Auftakt zu einer Reihe von Werkstätten im Rahmen des Projekts "Online-Shopping und -dienstleistungen - Kommunale Handlungsspielräume". Das Projekt wurde zu Beginn des Jahres 2001 gestartet. Gemeinsam mit 21 beteiligten Städten bzw. Regionen, darunter auch Wien und Basel, wurde vom Deutschen Institut für Urbanistik ein Veranstaltungszyklus konzipiert, der insgesamt sechs themenspezifische Werkstätten umfasst. Ziel ist es, die potenziellen Auswirkungen von Online-Shopping auf die Stadtentwicklung und für die Kommunen allgemein systematisch zu untersuchen und herauszufinden, ob es notwendig und wie es möglich ist, die Chancen des globalen Netzes lokal zu nutzen bzw. die damit verbundenen Risiken abzufedern.

In der ersten Werkstatt im April in Leipzig ging es darum, zunächst einen Einstieg in das komplexe Thema zu finden. Im Mittelpunkt stand daher die Frage, ob und welche Definitionen von E-Commerce und Online-Shopping gegeben werden können, welche Akteure zu identifizieren sind, wie ausgeprägt Online-Shopping im Jahr 2001 bereits ist und welche Trends und Entwicklungsperspektiven, aber auch welche möglichen Potenziale für den Handel in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

Zunächst ging es darum, die Bausteine und Einflussfaktoren herauszustellen, die für Online-Handel und -Dienstleistungen von besonderer Bedeutung sind. Busso Grabow vom Difu ging auf die Problematik der fehlenden Definition von Online-Shopping und E-Commerce ein. Der Beitrag von Michael Reidenbach vom Difu beleuchtete die Fragen rund um das Thema "Steuern im Online-Shopping". Arnd Weber vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des For-schungszentrums Karlsruhe erläuterte das Thema Sicherheit und Zahlungssysteme. Kai Hudetz vom E-Commerce-Center Köln widmete sich der Frage, welche Potenziale, Chancen und Risiken in Online-Handel und Online-Dienstleistungen stecken. Dr. Röder von der Universität Leipzig stellte Chancen und Risiken aus Sicht der Anbieter vor, Beate Weiser von der Verbraucherzentrale aus Stuttgart berichtete über den Verbraucherschutz.

Am zweiten Tag wurden Praxisbeispiele vorgestellt. Das Beispiel Karstadt steht dabei für ein traditionelles Unternehmen, das zusätzlich zur realen Welt ein virtuelles Angebot für seine Kunden bereit hält. Eddy Donat von der Karstadt Warenhaus AG berichtete über die Erfahrungen mit dem Angebot von "MyWorld" und die daraus entwickelte Strategie beim neuen Online- Auftritt. Die Outletshopping AG steht für ein neues Start-up-Unternehmen, das sich am Markt etablieren möchte. Die Erfahrungen mit diesem neuen "Start-up"-Unternehmen schilderte Simone Jüdick, die Bedeutung der Logistik wurde von Detlef Gorn von der Danzas TeleLog GmbH illustriert. Ralph Kissner von der Firma Six Offene Systeme berichtete über die Herausforderungen, die der E-Commerce an die Softwareentwickler stellt. "Strukturveränderungen im Einzelhandel" lautete schließlich das Thema, über das Olaf Roik vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels referierte. Zum Abschluss des zweiten Tages wurden den Teilnehmern der Veranstaltung vom Difu drei verschiedene Szenarien vorgestellt. Jedes dieser Szenarien nahm die während der zwei Tage aufgeführten Einflussfaktoren in unterschiedlicher Ausprägung und Gewichtung auf und zeichnete unterschiedliche Verläufe möglicher Entwick-lungsszenarien beim Online-Shopping.

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Dipl.-Pol. Christine Siegfried
Telefon: 030/39001-201
E-Mail:
siegfried@difu.de

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Alle Beiträge der Referentinnen und Referenten, eine Zusammenfassung der Diskussion sowie die Szenarien sind in dem neuen Difu-Materialienband "Einkaufen mit oder im Netz" dokumentiert.

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