Difu-Berichte 2/1999 - Information, Beratung und Fortbildung für die Jugendhilfe
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Von Praktikern für Praktiker
Der Informations-, Beratungs- und Fortbildungsdienst Jugendhilfe (IBFJ) und die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) im Verein für Kommunalwissenschaften e.V.
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Weitere Informationen: Dipl.-Soz. Kerstin Landua Telefon: 030/39001-135
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![]() Veranstaltungsort des IBFJ Jugendbildungszentrum Blossin Fortbildung im Verein für Kommunalwissenschaften e.V. hat mittlerweile auch außerhalb des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) Tradition. Mit der deutschen Einheit nahmen 1990 im Verein für Kommunalwissenschaften e.V. zwei Projekte zum Aufbau der ostdeutschen Kommunalverwaltung ihre Arbeit auf. Eines davon war der von 1990 bis 1994 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte IBFJ. Auch die im Aufbau befindlichen Institutionen der Jugendhilfe mußten sich mit den Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen, die durch den sozialen Wandel im Zuge der deutschen Einheit entstanden. Sie benötigten dafür aber einen Ort der Begegnung und des Austauschs. Ein solcher Ort wurde der IBFJ, und der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. (VfK) bot das Dach dafür. Der IBFJ bietet seit 1990 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen und freien Jugendhilfe ein breites Fortbildungsprogramm an. Themen sind z.B. Rechtliche und familiale Konsequenzen aus der Kindschaftsrechtsreform", "Ein gliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder", Beurkundungsrecht" oder "Haushaltsplanung in der Jugendhilfe". Die dreitägigen Seminare sind konsequent an den Problemstellungen in der Praxis orientiert und werden daher auch von Praktikern für Praktiker veranstaltet. Einen besonderen Service bietet der IBFJ mit einem aktuellen Literaturreader zum jeweiligen Thema für alle Teilnehmer. Seit 1995 arbeitet der IBFJ aufgrund der großen Nachfrage von Jugendhilfeeinrichtungen der neuen Länder ohne Fördermittel in Trägerschaft des VfK weiter und geht mittlerweile in das neunte Jahr seines Bestehens. Insgesamt nahmen seit 1990 rund 9 000 Personen an Seminaren des IBFJ teil. Ab dem Jahr 2000 ist geplant, alle Seminare als zweitägige Weiterbildungsangebote in Berlin stattfinden zu lassen und weiterhin offen für alle Interessierten zu halten. Aus dem IBFJ ist 1995 die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) hervorgegangen, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird und für die Organisation und Durchführung bundesweiter Fachtagungen verantwortlich ist. Die AGFJ bietet seit 1995 Tagungen zu aktuellen Themen der Jugendhilfe an, die in der Schriftenreihe "Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe" veröffentlicht werden. Diese Schriftenreihe hat mittlerweile bundesweit einen großen Adressaten- und Leserkreis. Die Veranstaltungen sollen vor allem zum Austausch von Erfahrungen und zur Diskussion innovativer Modelle des Verwaltungshandelns besonders bei schwierigen Problemen beitragen. Grundlage für die Themenauswahl ist vor allem die Praxisrelevanz. Je nach Thema variieren daher auch die Zielgruppen. Um die Synergien von Kooperationen zu erhöhen, werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik in die Fachtagungen und gezielt in die Diskussion zwischen der Jugendhilfe und anderen Professionen, die Einfluß auf die Lebensgestaltung von Kindern und Jugendlichen haben, einbezogen. Dabei wird bewußt versucht, durch die Vernetzung unterschiedlicher Akteure sowie ihrer Perspektiven und Handlungsansätze günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, eine ganzheitliche Sicht der Jugendhilfe zu fördern und zu ihrer Effizienzsteigerung beizutragen. Neue Probleme benötigen oft innovative Lösungsansätze und deren Diskussion. Deshalb decken die Fachtagungen des VfK ein breites, aber nach aktuellen Praxisanforderungen selektiertes Themenspektrum ab. Die Fachtagungen sollen jede für sich, aber vor allem in ihrer Gesamtheit zur Qualität der Jugendhilfe beitragen und deren gesellschaftlichen Auftrag verdeutlichen. Der VfK hat einen Beirat berufen, dem Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, der Kommunen, der Länder, der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, des BMFSFJ sowie Einzelpersönlichkeiten aus dem Bereich der Jugendhilfe angehören. Bei der Vorbereitung der Fachtagungen wird der VfK durch eine von diesem Beirat benannte Arbeitsgruppe inhaltlich, personell und methodisch unterstützt. Seit 1995 haben bisher insgesamt 19 Fachtagungen und vier Workshops stattgefunden, z.B. zur Jugendarbeitslosigkeit, zur Kriminalprävention, zur Auseinandersetzung mit sexueller Gewalt gegen Kinder. In diesem Jahr werden neben dem zweiten Berliner Diskurs zur Jugendhilfe zum Thema "Braucht flexible Jugendpolitik ein neues Jugendamt?" eine Fachtagung zur "Lokalen Agenda 21" sowie ein Workshop zu "Lokaler Ausbildungspolitik" stattfinden. Wenn Sie unser Angebot an Seminaren, Fachtagungen und Dokumentationen interessiert, lassen Sie sich in unseren Verteiler aufnehmen, sie werden dann regelmäßig informiert. |
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