Difu-Berichte 2/1999 - Formen der Kooperation von Schule und Jugendhilfe

Jugendhilfe-Jahrestreffen am 4. Mai 1999 in Ludwigshafen

 


Weitere Informationen:
 
Dipl.-Ing. Heidrun Kunert-Schroth,
Telefon: 030/39001-297

E-Mail:
kunert-schroth@difu.de

 


    

Das diesjährige Jugendhilfe-Jahrestreffen stellte die intensivere Zusammenarbeit von Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen und -diensten in den Mittelpunkt der Diskussion. Berichte aus Bonn, Berlin, Wiesbaden, München, Hamm, Ludwigshafen und Kaiserslautern verdeutlichten, daß sich insgesamt eine Tendenz zu einer umfangreicheren Betreuung in den Räumlichkeiten der Schule durchzusetzen beginnt. Ausgehend von dem nahezu flächendeckenden Angebot in den Kindergärten erwarten Eltern entsprechend lange Versorgungszeiten auch in den Grundschulen und wenn möglich auch darüber hinaus. Damit verändert sich auch das gesamte Angebotsnetz in der Jugendhilfe. Hort und Tagesgruppen werden neu bewertet, und Beratungsdienste, wie Erziehungsberatung und Allgemeiner Sozialdienst, aber auch übergreifende Konzepte wie Gemeinwesenarbeit und innovative Kommunikationsmodelle für das Alltagsgeschäft der Schulen, werden aus Sicht der Lehrerschaft neu und positiver einge schätzt. Problematisch ist bislang noch der fehlende Auftrag zur Kooperation von seiten der Schulbehörden und damit der notwendigerweise knappe Finanzrahmen aus Jugendhilfe- und Schulamtsmitteln.

Wie die Jugendhilfe sich in Grund-, Haupt-Gesamt- und Berufsschulen engagiert, ohne ihr eigenes Profil und die dazugehörigen Instrumente zu verleugnen, und wie sich die Schule für andere Sichtweisen öffnen kann, wurde durch praktische Beispiele aus den Städten illustriert, die sich den Stichwörtern "Schulsozialarbeit, betreuende Grundschule, Schülerclub, Schuljugendarbeit, volle Halbtagsschule" zuordnen lassen.

Die Jugendhilfe-Jahrestreffen sind eine Exklusivveranstaltung für Difu-Zuwenderstädte, die diesmal aus süd-, west- und norddeutschen Städten kamen. Es ist geplant, das Werkstattgespräch zu dokumentieren.