Difu-Berichte 2/1998 - Kommunale Wärmepässe
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Dokumentation zum kommunalen Erfahrungsaustauschs in Frankfurt am Main |
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Weitere Informationen: Dr.-Ing. Annett Fischer |
In vielen bundesdeutschen Städten wird dem Klimaschutz trotz knapper Kassen eine hohe Bedeutung beigemessen. Neben dem Bereich der städtischen Gebäude wird insbesondere der Sektor der Wohnungsbauten als wichtiges Aufgabenfeld definiert, denn langfristig lassen sich hier erhebliche CO Zur Motivation von Energiesparmaßnahmen im Wohngebäudebestand wenden einige Städte und Stadtwerke inzwischen umfassende Strategien an, die möglichst viele Akteure des Baubereichs an einem Tisch versammeln. Eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit besteht in der Einführung und stadtweiten Anwendung von Wärmepässen. Mit diesem Instrument können die Gebäudeeigentümer im Sanierungsfall auf wirtschaftliche Energiesparmaßnahmen hingewiesen werden. Ein akteursübergreifendes Angebot des Wärmepasses durch Schornsteinfeger, Handwerker, Architekten, Banken sowie Energie-, Verbraucher- und Umweltberatungen eröffnet die Chance, die Kundenansprache nah bei der Kauf- bzw. Investionsentscheidung der Gebäudeeigentümer anzusiedeln. "Verpaßte Chancen" - z.B. Hauseigentümer erneuern Fassaden ohne Wärmeschutzmaßnahmen zu ergreifen - sollten damit der Vergangenheit angehören. Eingebunden in eine unabhängige und gewerbeübergreifende Beratung liefert der Wärmepaß eine einheitliche Bewertungsbasis. Der Wärmepaß läßt den Gebäudeeigentümer oder Hauskäufer den Energieverbrauch eines Gebäudes schnell und nachvollziehbar erkennen. Er regt die Gebäudeeigentümer durch klare Empfehlungen zur Durchführung von Dämmaßnahmen an und bietet den Handwerkern sowie Beratern wichtige Entscheidungskriterien.
Quelle: Infoblatt "Hamburger Wärmepaß" Das Konzept des Wärmepasses wurde mit unterschiedlichen Ansätzen und Erfolgen in mehreren bundesdeutschen Kommunen umgesetzt. Fünf dieser Städte, Frankfurt am Main Hamburg, Heidelberg, Münster und Tübingen, stellten ihr Know-how beim Seminar "Wärmepässe in der Praxis" im September 1997 im Frankfurter Römer im Rahmen des kommunalen Erfahrungsaustausches vor. Die gemeinsam vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main, dem ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg, und dem Deutschen Institut für Urbanistik, Berlin, durchgeführte Veranstaltung bot rund 80 kommunalen Vertreterinnen und Vertreter aus allen Teilen Deutschlands ein Forum, über Strategien, Vorgehensweisen und Erfahrungen bei der Einführung des Wärmepasses zu diskutieren. Insbesondere bezüglich der Maßnahmenvorschläge und Zielkennwerte unterscheiden sich die Wärmepässe erheblich:
Je nach den kommunalen Zielsetzungen kann ein Wärmepaß in unterschiedlichen Beratungsebenen eingesetzt werden: Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Die sich auf der Veranstaltung präsentierenden Städte zeigten deutlich, wie unterschiedlich die Herangehensweise und Ausführung der Wärmepaßkonzeptionen ist. Eine Bewertung ist deshalb "ußerst schwierig. In vielen Fällen wird erst die Praxis zeigen, wie umsetzungsorientiert die Modelle sind. Auf der Grundlage der präsentierten kommunalen Erfahrungen konnten jedoch zentrale Faktoren für zukünftige Wärmepaß-Strategien herausgearbeitet werden. Die Referentinnen und Referenten gaben unter anderem eine Reihe von Anregungen und Empfehlungen für zukünftige Einführungsstrategien bei kommunalen Wärmepässen, die ausführlich in der Dokumentation beschrieben sind. Auf der Grundlage der bisher in den Kommunen vorliegenden Erfahrungen lassen sich unter anderem folgende zentrale Erfolgsbedingungen formulieren:
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