Difu-Berichte 2/1998 - Energie sparen, Umwelt schützen und Kosten senken
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Energie sparen, Umwelt schützen und Kosten senken
Themenheft "Kommunales Energiemanagement" erschienen |
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Weitere Informationen: Dipl.-Pol.. Carlo Kallen |
Das Thema Energieeinsparung und Klimaschutz steht - wie die beiden Umfragen des Difu 1996 und 1997 zeigten - bei der Diskussion einer nachhaltigen Entwicklung in den Kommunen ("Lokale Agenda 21") an oberster Stelle. Energieeinsparung in kommunalen Liegenschaften ist für kommunale, aber auch andere öffentliche Einrichtungen die direkteste Möglichkeit zu wirksamem und vorbildhaften Handeln im Bereich des Klimaschutzes. Lokalen energiepolitischen Aktivitäten kommt insgesamt eine wichtige umweltpolitische Rolle zu.
Folgende Zielsetzungen sind beim kommunalen Energiemanagement maßgeblich:
Der Oberbegriff "Kommunales Energiemanagement" faßt eine Reihe von Aufgaben zusammen, die mit dem Energieverbrauch kommunaler Liegenschaften zusammenhängen. Hierunter fallen Maßnahmen zur Energiebedarfssenkung bei Wärme- und Stromanwendungen sowie Maßnahmen zur rationellen Energieumwandlung und umweltschonenden Eigenerzeugung von Wärme und Strom in kommunalen Gebäuden sowie gegebenenfalls bei anderen kommunalen Energieverbrauchsbereichen wie Straßenbeleuchtung oder Kläranlagen. Kommunales Energiemanagement bietet die Möglichkeit, ökologisches und ökonomisches Handeln wirkungsvoll miteinander zu verbinden. Die Wirtschaftlichkeit zahlreicher Maßnahmen ist durch jahrelange Erfahrungen aktiver Kommunen belegt. Die Kosten für kommunale Energiebeauftragte werden mehrfach durch die erreichbaren Energiekosteneinsparungen ausgeglichen. Trotzdem sind - bis auf vorbildliche Ausnahmen - Energie- und Umweltbeauftragte noch zu selten ein "fester Bestandteil" kommunaler Verwaltungen. Insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Städten zwischen 20000 und 100000 Einwohnern sind laut einer Umfrage der Stadt Goslar lediglich ein Viertel der Städte auf diesem Gebiet aktiv.
Neben dem einführenden Fachaufsatz umfaßt die Dokumentation
Diese Veröffentlichung entstand im Rahmen des Projekts "Informations- und Beratungsangebot für den kommunalen Umweltschutz in den neuen Bundesländern", das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über das Umweltbundesamt (UBA) finanziert und von den drei kommunalen Spitzenverbänden mitgetragen wurde. Ein stetiger Erfahrungsaustausch zwischen den Praktikern des kommunalen Energiemanagements dient der Verbreitung guter Ideen und Lösungsansätze.
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Im Themenheft "Kommunales Energiemanagement" wird ausführlich geschildert - im wesentlichen auf der Basis der Erfahrungen mit dem Energiemanagement bei der Landeshauptstadt Saarbrücken - , welche Aufgaben sowie organisatorischen und personellen Voraussetzungen mit dem Energiemanagement in Kommunen verbunden sind. Der Hauptteil des Fachbeitrags von Dr. Jürgen Lottermoser vom Saarbrücker Amt für Energie und Umwelt und Carlo Kallen vom Difu behandelt die Planung und Umsetzung organisatorischer sowie investiver Energiesparmaßnahmen in kommunalen Gebäuden. Weiterhin sind Erläuterungen zur Wirtschaftlichkeit und Finanzierung von Energiesparmaßnahmen sowie zur Energieberichterstattung enthalten.
Insbesondere nicht aktive Kommunen können durch geeignete Informationsveranstaltungen motiviert werden. Seit 1995 bietet das Difu gemeinsam mit wechselnden Gastgeberstädten und weiteren Partnern (Klima-Bündnis, Energieagenturen usw.) jährlich den Deutschen Fachkongreß der kommunalen Energiebeauftragten an. Die Veranstaltung ist entgeltfrei und ausschließlich für Vertreter aus Kommunen (z.B. Energie- und Umweltbeauftragte) reserviert (siehe auch Seite 13). Weitere Veranstaltungen in den Jahren 1999 und 2000 sind in Duisburg und Garbsen geplant.