Difu-Berichte 2/1997 - Deutsche Städte auf dem Weg zur Lokalen Agenda 21
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Deutsche Städte auf dem Weg zur Lokalen Agenda 21
Zahlreiche Aktivitäten der Kommunen haben bereits - nicht erst seit Rio - zur Verbesserung der Umweltqualität beigetragen und neue Umweltschäden verhindert. Neu im Kapitel 28 ist jedoch die Herangehensweise: Die deutschen Kommunen sind nun gefordert, ihre Handlungsvorschläge im Dialog mit der Öffentlichkeit und umzusetzen. Bereits 1996 hat das Difu in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag (DST) eine Umfrage zum Stand der Entwicklung der Lokalen Agenda 21 bei den Mitgliedsstädten des DST durchgeführt. Die machte deutlich, daß rund die Hälfte der Städte die Entwicklung der Lokalen Agenda 21 als ihre Aufgabe ansehen. Schwierigkeiten bei der Erarbeitung liegen weniger in den Handlungsfeldern, deren Inhalten und Zielen, sondern vielmehr in der Realisierung des Konsultationsprozesses mit der Bevölkerung, den lokalen Organisationen und der örtlichen Wirtschaft. Daher widmeten sich der diesjährige Erfahrungsaustausch und die neue Difu-Umfrage, die im Frühjahr 97 durchgeführt wurde, vor allem dieser Realisierung. Die ersten Ergebnisse der zweiten Umfrage wurden im Rahmen eines Erfahrungsaustauschs mit Vertretern aus rund 100 Mitgliedsstädten des Deutschen Städtetages am 24. und 25. April 1997 im Difu vorgestellt und diskutiert.
Wesentliche Ergebnisse der Umfrage 1997 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Insgesamt läßt sich feststellen, daß die Aktivitäten zur Einführung, Entwicklung und Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in den Städten zugenommen haben und das "magische" Jahr 1996 zu einem Aktionsschub in den Städten geführt hat. Obwohl es in Kapitel 28 der Agenda 21 heißt: " ... bis 1996 soll sich die Mehrzahl der Kommunalverwaltungen der einzelnen Länder gemeinsam mit ihren Bürgern einem Konsultationsprozeß unterzogen haben und einen Konsens hinsichtlich einer ,kommunalen Agenda für die Gemeinschaft erzielt haben", ist die Lokale Agenda als ein dynamischer Prozeß zu verstehen, der jeweils den aktuellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen angepaßt werden muß. Die Ergebnisse der Difu- Umfrage und des Erfahrungsaustauschs bestätigten, daß die inhaltlichen Ziele der Agenda 21 für die deutschen Städte nicht neu sind. Jedoch bedeutet die geforderte Herangehensweise für den komplexen Konsultationsprozeß eine besondere Herausforderung: Die Städte sind aufgerufen, das "Miteinander" zu fördern und zur Motivation an der gemeinsamen Entwicklung einer Lokalen Agenda 21 beizutragen. Die gesamten Ergebnisse der Umfrage und die Beiträge des Erfahrungsaustauschs werden in der Veröffentlichungsreihe "Umweltberatung für Kommunen" des Deutschen Instituts für Urbanistik dokumentiert. Die Veröffentlichung wird voraussichtlich im August 1997 erscheinen. |
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