Difu-Berichte 2/1996 - Ansprechpartnertreffen 1996
In diesem Jahr führte das Difu im Februar und März drei regionale Treffen mit seinen Ansprechpartnern durch. Die professionelle Unterstützung der gastgebenden Städte Dortmund und Esslingen trug hierbei sehr zum Gelingen der Veranstaltungen bei. Das dritte Treffen wurde vom Difu in Berlin im Ernst-Reuter-Haus, dem Sitz des Difu, ausgerichtet. Die Treffen dienten dazu, den Erfahrungsaustausch zwischen den Kontaktpersonen der verschiedenen Städte und dem Difu sowie auch zwischen den Städten herbeizuführen. Gleichzeitig wurde über aktuelle Arbeitsergebnisse und -planungen des Instituts informiert. In den anschließenden Diskussionsrunden wurden Anregungen gesammelt, die in die weitere Institutsarbeit einbezogen werden sollen. Es nahmen rund 50 der 136 Zuwenderstädte sowie drei Verbände an den Treffen teil; drei Teilnehmer kamen aus "Nicht-Zuwenderstädten", um sich über die Arbeit des Difu zu informieren. Folgende Themen wurden während der drei Treffen anhand von Kurzvorträgen vorgetragen und anschließend diskutiert: Verwaltungsmodernisierung und Haushaltskonsolidierung, Praxistransfer stadtökologischer Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Chancen der intraregionalen Kooperation, Public-Private-Partnership, neue Anforderungen an den Flächennutzungsplan, Städte im Netz - Netze in Städten, sowie Möglichkeiten zur Steuerung des Flächenverbrauchs und der Verkehrsentwicklung. Darüber hinaus wurde die neue CD-ROM URBADISC vorgestellt. Insgesamt wurde die Arbeit des Instituts begrüßt. Als hilfreich wurde das schnelle Reagieren auf neue Problemstellungen genannt, wie die Herausgabe von Kurzberichten und Arbeitshilfen, die auf aktuelle Entwicklungen Bezug nehmen und so den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Verwaltungen einen umgehenden Einblick in neue Entwicklungen geben und dadurch "Wissen überaus zeitsparend vermitteln". So wurde der Wert der Seminare und Workshops, die im Difu und als Vor-Ort-Seminare durchgeführt werden, als sehr hoch eingeschätzt. Auch die unbürokratische Hilfe bei telefonischen Anfragen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zuwenderstädte an das Difu solle beibehalten werden. Der vom Institutsleiter Professor Dr. Heinrich Mäding genannte Trend weg von Projekten, deren alleiniges Ziel in der Buchproduktion liegt, und hin zu schnell aufbereiteten Ergebnisberichten, die von den Städten direkt genutzt werden können, wurde von den Städtevertreterinnen und -vertretern allgemein begrüßt. Sie sprachen sich dafür aus, daß auch weiterhin vom Difu verstärkt die Themen Haushaltskonsolidierung und Verwaltungsmodernisierung angeboten werden. Von Interesse sei hier unter anderem, wie Budgetierung in unterschiedlichen Aufgabenfeldern wirke oder wie Stadtentwicklungsplanung sich bei Controlling ändere. Ebenso wurden Themenfelder wie Stadt-Umland-Wanderung, Verkehr (Verkehrsentwicklungsplanung, City-Logistik, Wirtschafts- und Freizeitverkehr) sowie Flächennutzungsplanung angeregt. Auch das bei dem Treffen vorgetragene Thema Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken in Städten, beispielsweise durch die Nutzung des Internet, fand reges Interesse. Einigkeit bestand in der Einschätzung, daß man sich darauf einstellen müsse, daß die sogenannten I+K-Techniken eine wachsende Bedeutung für Städte haben werden. Den Städtevertreterinnen und -vertretern wurde empfohlen, sich frühzeitig ihre Städtenamen sichern zu lassen, auch wenn sie erst später planen, "richtig" ins Netz zu gehen, da die Namen der Städte nicht für die Stadtverwaltungen selbst reserviert sind, sondern auch von anderen genutzt werden können. Angesprochen wurde auch die Informationsverteilung von Difu-Infos in den Städten. Generell laufen alle Buchlieferungen nur über die Ansprechpartner. Anders verhält es sich bei Seminarprogrammen und den vierteljährlich erscheinenden Berichten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Wunsch äußern, unabhängig von der jeweiligen Hausverteilung versorgt zu werden, erhalten vom Difu direkt die gewünschten Informationen. Grundsätzlich wurde der Turnus der alle anderthalb bis zwei Jahre stattfindenden Treffen begrüßt, ebenso wie die regionale Verteilung der Treffen. Die Tischvorlagen der Ansprechpartnertreffen können von Difu-Zuwenderstädten, die nicht an den Treffen teilnehmen konnten, beim Difu angefordert werden.
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