Difu-Berichte 1/2006 - Soziale Stadt-Infos: Newsletter-Serie zum Bund-Länder-Programm
"Soziale Stadt Info" - der Newsletter zum
Bund-Länder-Programm Soziale Stadt
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Gestartet im Juli des Jahres 2000 mit einer achtseitigen Ausgabe, hat der Newsletter "Soziale Stadt Info" sich mittlerweile zu einem stark nachgefragten Medium des Programms "Soziale Stadt" entwickelt. Die inzwischen 18 veröffentlichten Ausgaben sind jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten gewidmet und werden auch komplett im Internet veröffentlicht.
Herausgeber der 24 bis 36 Seiten umfassenden Hefte ist die Difu-Projektgruppe Soziale Stadt - von 2000 bis 2003 in der Funktion der Programmbegleitung und seitdem als Bundestransferstelle Soziale Stadt.
In dem in unregelmäßigen Abständen erscheinenden Newsletter wird über Erfahrungen bei der Programmumsetzung, aktuelle Entwicklungen in den Stadtteilen der Sozialen Stadt, beispielhafte Projekte und Maßnahmen sowie über Veranstaltungen berichtet. In der Rubrik "Soziale Stadt - meine Sicht" äußern sich Menschen, die sich für die Stabilisierung und Verbesserung von Lebens- und Wohnverhältnissen in den benachteiligten Quartieren engagieren, zu ihren Erfahrungen und Positionen.
Die letzten drei Ausgaben widmeten sich den Themen "Bildung", "Integration" und "Image" als zentrale Handlungsfelder der integrierten Stadtteilentwicklung:
Unbestritten erweist sich die Bildungssituation in den Programmgebieten der Sozialen Stadt teilweise als dramatisch. Deshalb wurde mit dem Info 16 der Themenschwerpunkt "Bildung im Stadtteil" aufgegriffen und aufgezeigt, wie dringlich es ist, in den Quartieren der Sozialen Stadt ein offensives gebietsbezogenes Bildungsmanagement aufzubauen, das sozial- und familienpolitische Maßnahmen einschließt. Daneben lassen Projektbeispiele viel versprechende innovative Ansätze erkennen, die aber bisher noch Ausnahmen darstellen.
Im Info 17 geht es um eine der großen Zukunftsfragen für Städte und Gemeinden, die "Integration von Migrantinnen und Migranten". Dieses Handlungsfeld wurde 2005 als Maßnahmenschwerpunkt für das Programm Soziale Stadt in die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern aufgenommen. In dem Info wird - als Momentaufnahme zur stadtteilbezogenen Integrationspolitik - nach integrationsfördernden Strategien und Projekten, aber auch nach Hemmnissen der Integration gefragt.
Negative Images haften Gebieten hartnäckig an und wirken auf die Quartiersöffentlichkeit zurück - oft sind Distanzierung, Hoffnungslosigkeit, Aggressivität und Unsicherheitsgefühle die Folgen. Vor diesem Hintergrund thematisierte das Info 18 - betitelt mit "Quartiersimage, Sicherheit und Öffentlichkeit im Stadtteil" - Imagekampagnen, Marketingstrategien und gebietsbezogene Ansätze der Kriminalprävention, mit denen problematischen Entwicklungen gegengesteuert wird.
Stadtquartiere, in denen sich Arbeitslosigkeit, Armut, Vernachlässigung und soziale Konflikte konzentrieren, finden sich nicht nur in Deutschland - im letzten Jahrzehnt sind in vielen europäischen Staaten gebietsbezogene und integrativ angelegte Programme etabliert worden, mit denen der Herausbildung solcher Stadtteile begegnet werden soll. Deshalb wird die neunzehnte Ausgabe des Infos zur Sozialen Stadt im Juni 2006 (wie auch bereits das Info 14) als Beitrag zum internationalen Erfahrungsaustausch zweisprachig erscheinen (englisch/deutsch). Die Autoren beleuchten das Thema "Lokale Ökonomie" im internationalen Vergleich. Der internationale Erfahrungsaustausch muss an Gewicht gewinnen, denn es wächst die Notwendigkeit, gute Praxisbeispiele aus dem Ausland und für das Ausland nutzbar zu machen sowie transnationale Netzwerke aufzubauen.
Alle Soziale Stadt Infos können im Internet abgerufen werden. Die Druckversion - soweit noch verfügbar - kann kostenlos per EMail oder auf dem Postweg an die Adresse des Difu angefordert werden.
Klaus-Dieter Beißwenger
Telefon: 030/39001-282
E-Mail:
beisswenger@difu.de
Dr.-Ing. Heidede Becker
Telefon: 030/39001-298
E-Mail:
becker@difu.de
