Difu-Berichte 1/2004 - Wie viel Kultur benötigt ein Stadtteil? Erfahrungen aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt"

Wie viel Kultur benötigt ein Stadtteil?

Erfahrungen aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt"

"Die Städte sind der Kristallisationspunkt unseres kulturellen Lebens, die Städte sind die Knotenpunkte des Handels, der Dienstleistungen und die Standorte der Wirtschaft. Die Städte sind die Orte der Kommunikation und der Integration, Städte stiften Identität". Dies sind die einleitenden Sätze der Präambel zum Leitbild für die Stadt der Zukunft, das im Mai 2003 in Mannheim von der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages verabschiedet wurde. Mit der Verabschiedung des Leitbildes haben die Städte zum Ausdruck gebracht, dass sie sich den veränderten Rahmenbedingungen - verursacht auch durch die Finanzkrise und die ausgehöhlte kommunale Selbstverwaltung - stellen und bereit sind, "sich zu entwickeln, zu erneuern und zu modernisieren".

Eine weitere Ursache für eine notwendige Neuausrichtung der Ziele der Stadtentwicklungspolitik liegt in der demografischen Entwicklung. Deutschland wird sich in den nächsten Jahrzehnten auf einen signifikanten Rückgang der Bevölkerung einstellen müssen - bei starken regionalen Disparitäten - und dies auch dann, wenn weiterhin ein gewisses Maß an Zuwanderung erfolgt. Die "schrumpfende Gesellschaft" wird gleichzeitig von einer starken Überalterung geprägt sein. Der Bevölkerungsanteil alter Menschen wird bis zum Jahr 2030 auf mehr als 30 Prozent anwachsen. Gleichzeitig nehmen regionale Unterschiede als Folge geografisch unterschiedlicher Wirtschaftsentwicklung zu.

Im Zuge des gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels steigen insbesondere in Großstädten die Anforderungen, eine sozialintegrierte Stadt(-gesellschaft) aufrechtzuerhalten. Denn gerade dort wohnen Bevölkerungsgruppen differenziert nach sozialen Lebenslagen, ökonomischen Ressourcen und kultureller Orientierung "ungleich" verteilt. Durch die sozialräumliche Polarisierung, die mit der Desintegration benachteiligter Bevölkerungsgruppen einhergeht, wird das Ziel einer sozial gemischten und integrierten Stadtgesellschaft in Frage gestellt.

Welchen Beitrag kann Kulturpolitik leisten, um in einer Stadt der Zukunft die Grundversorgung in diesem Bereich zu sichern? Dazu wird im Leitbild ausgeführt: "Theater, Konzerte, Bibliotheken und Ausstellungen, soziokulturelle Orte und unterschiedliche ethnische Kulturen sind Bestandteile der Lebensqualität in der Stadt. Sie sind die Antwort der Städte auf eine Vielzahl unterschiedlicher Erwartungen, Bedürfnisse und sich stets wandelnder Interessen von Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch der örtlichen Wirtschaft". Weiter wird dazu ausgeführt, dass neben einem wachsenden Anteil kommerzieller und einer Vielzahl gemeinnütziger Angebote die Stadtpolitik einen eigenen gestalterischen Auftrag hat, der die Bereitschaft und die Fähigkeit der Kommune erfordert, Kulturpolitik als Schwerpunkt zu betrachten. Von besonderer Bedeutung sollten dabei auch interkulturelle Strategien sein, da weiterhin kontinuierliche Zuwanderung erfolgen wird.

Ein breites Kulturangebot ist demnach ein wesentlicher Bestandteil einer Kommunalpolitik, die darauf ausgerichtet ist, die Lebensqualität der Stadt fortlaufend zu sichern und zu verbessern.

Alle Kultureinrichtungen - traditionelle, so genannte hochkulturelle, ebenso wie die im Rahmen der neuen sozialen Bewegung (Mitte der 1970er bis zur Mitte der 1980er Jahre) entstandenen soziokulturellen Einrichtungen - erreichen nur Ausschnitte der Bevölkerung. Keine einzelne Kultureinrichtung, kein einzelner Sektor der Kulturpolitik kann für sich in Anspruch nehmen, für die ganze Bevölkerung der Stadt, einer Region oder eines Landes identifikatorische Bedeutung zu haben. Eine "Gesamtversorgung" aller Bevölkerungsgruppen kommt höchstens durch Vielfalt und Pluralität der Einrichtungen zustande. Das bedeutet, dass alle kulturellen Einrichtungen, die den in der Stadt vorhandenen und neu entstehenden verschiedenen Lebensstilen Rechnung tragen, - für allerdings sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen - wichtig sind.


Entwicklungspotenziale in Programmgebieten "Soziale Stadt"

Kultur in Stadtteilen - Kulturangebote in den Programmgebieten des Bund- Länder-Programms "Soziale Stadt"
Auch wenn Kunst und Kultur Bestandteile unserer Lebenswelt sind, stehen in Zeiten der leeren Stadtkassen alle Aufgaben und Wie viel Kultur benötigt ein Stadtteil? Erfahrungen aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" der Umfang der Gestaltungsansprüche zur Diskussion, - vor allem die nicht durch den Gesetzgeber festgelegten Aufgaben und Ansprüche. Dies verlangt von den Kulturpolitikern eine Prioritätensetzung, die sich an bestimmten Kriterien orientieren sollte.

Anhand der Erfahrungen mit dem Bund- Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" soll der Versuch unternommen werden, einige Kriterien für Kulturangebote in den Stadtteilen abzuleiten, die gleichzeitig als Kriterien für good practice in diesem Bereich gelten können.

Zuvor aber einige einleitende Ausführungen zum Programm "Soziale Stadt": Das Programm wurde im September 1999 auf Basis der Koalitionsvereinbarungen zwischen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen als Ergänzung zur traditionellen Städtebauförderung durch die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern etabliert. 1999 wurden insgesamt 162 Gebiete in 124 Städten und Gemeinden in das Programm aufgenommen, 2002 waren es bereits 300 Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf in 214 Städten und Gemeinden. Im Durchschnitt sind die Programmgebiete 126 Hektar groß, wobei die Größe der ausgewählten Gebiete zwischen 1 061 Hektar (Hagen-Vorhalle in Nordrhein-Westfalen) bis zu einem Hektar (Rostock-Schmarl) reicht. Dementsprechend differieren auch die Bevölkerungszahlen in den einzelnen Gebieten, mit nur 51 Einwohnern in Schwabach/Schwalbenweg und 95 367 Einwohnern in München/ Mittlerer Ring. Einige Städte, bei denen das Programmgebiet sehr große Areale umfasst, haben Teilräume festgelegt, innerhalb derer teilweise auch "soziale Brennpunkte" deklariert wurden. Seit Programmbeginn bis Ende 2002 sind zusammen mit den Mitteln von Ländern und Kommunen bereits rund 770 Millionen Euro in die Programmgebiete geflossen, allein der Bundeshaushalt für 2003 sieht 80 Millionen Euro Fördermittel für das Programm vor. Da das Programm allerdings darauf angelegt ist, durch Bündelung der Fördermittel aus verschiedenen Ressorts sowie der Privatwirtschaft die Finanzierung der Projekte und Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern zu sichern und gleichzeitig deren Know-how sowie Engagement in die Gebiete zu lenken, ist weit mehr Geld für investive und nichtinvestive Maßnahmen in die Gebiete geflossen.

Stellenwert stadtteilbezogener Kultur
Lebendigkeit und Identität der Stadtteile beruhen vor allem auf der Vielfalt ihres kulturellen Lebens, so die Aussage einer Arbeitsgruppe, die beim Städtetag Empfehlungen und Hinweise zum Bereich Kultur erarbeitet hat. In mehr als der Hälfte der Programmgebiete leben Menschen mit sehr unterschiedlichem kulturellen, sozialen und religiösen Hintergrund. Hier wird Stadtteilkultur zum Bindeglied zwischen den verschiedenen Kulturen, teilweise entwickelt sie sich erst durch die Vielfalt kultureller Milieus. Gerade durch kulturelle Aktivitäten werden Eigenarten, die jeden Stadtteil durch seine Entstehungsgeschichte, durch die dort wohnenden Menschen, durch die Bauten und öffentlichen Räume charakterisieren, hervorgehoben und sichtbar gemacht. Dies wurde in vielen Programmgebieten erkannt und genutzt, wie eine 2002 bundesweit durchgeführte Umfrage in den Gebieten der Sozialen Stadt zeigt. So wird in fast drei Viertel der Gebiete, in denen ein Integriertes Handlungskonzept vorhanden ist oder erarbeitet wird, das Handlungsfeld "Stadtteilkultur" einbezogen. Bei den umgesetzten Maßnahmen und Projekten der Programmgebiete der Sozialen Stadt wird "Stadtteilkultur" an sechster Stelle von insgesamt 17 Handlungsfeldern genannt und befindet sich damit im ersten Drittel. Auf die Frage nach Problemen in den Gebieten geben jedoch knapp 60 Prozent der Befragten Defizite der sozialkulturellen Infrastruktur an. Immerhin wird für gut die Hälfte die vorhandene kulturelle Infrastruktur als Entwicklungspotenzial gesehen, 45 Prozent haben die Verbesserung der sozialstrukturellen Infrastrukturangebote als Ziel formuliert.

Strategien und Ziele zur Förderung der Stadtteilkultur
Die "stadtteilkulturellen" Strategien in den Programmgebieten sollen Kultur und Kunst im Stadtteil verankern, Anlässe für eine Identifikation mit dem Gebiet schaffen, das Image verbessern, mit kulturellen Aktionen neue Sichtweisen auf den Stadtteil eröffnen, zu veränderten Wahrnehmungs, Aneignungs- und Ausdrucksformen anregen sowie kulturelle Netzwerke auf- und ausbauen. Häufig sind Projekte und Maßnahmen so angelegt, dass sie zum Mitmachen und Selbermachen animieren.

Zum Teil geht es in den Programmgebieten erst einmal darum, Räumlichkeiten für kulturelle Aktivitäten zu schaffen und zur Verfügung zu stellen. Insbesondere in Großsiedlungen der neuen Bundesländer bieten der Rückgang der Bevölkerung sowie der Rückbau vielfältige Möglichkeiten, frei werdende Räume für kulturelle Angebote umzugestalten und umzunutzen. So entstehen Nutzungsmöglichkeiten für Initiativen, Vereine und Kunstschaffende im Stadtteil, die oft kostenlos oder für ein geringes Entgelt zur Verfügung gestellt werden (Umnutzung einer bis zur Wende vom VEB Werkstoffprüfmaschinen Leipzig genutzten Industriehalle für soziokulturelle und kommerziell-kulturelle Veranstaltungen; Umnutzung eines ehemaligen Schlachthofareals in Nürnberg/Am Leonhardspark). Wichtig ist hier die örtliche Nähe der Angebote und Einrichtungen, die eine Voraussetzung für niedrigschwellige Angebote ist.

Die Strategie der Identitätsbildung und -stärkung lässt sich auf ganz unterschiedliche Weise verfolgen: über "Spurensicherung im Stadtteil", bei der Stadtteilund Ortsgeschichte(n) erkundet und sichtbar gemacht werden. Alteingesessene und neu Zugezogene gehen auf "Entdeckungsreise" und erleben den Stadtteil zusammen. Film- und Fotodokumentationen, Ausstellungen, Veröffentlichungen, thematische Stadtteilspaziergänge führen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen und regen zum Mitmachen an. Auch gemeinsame Stadtteilfeste und kulturelle Veranstaltungen, speziell auf den Stadtteil zugeschnitten, tragen zur Identitätsbildung bei und fördern, wenn die verschiedensten Bevölkerungsgruppen daran beteiligt sind, das Zusammenleben und das Zugehörigkeitsgefühl. Kunstobjekte, vielfach gemeinsam mit Vor-Ort-Akteuren entstanden, prägen und markieren besondere Orte im Quartier.

Kulturelle Projekte können dazu beitragen, das Image des Stadtteils zu verbessern, sowohl die Außen- als auch die Binnensicht. Dabei kommt es auch darauf an, das negative Außenimage, das oftmals ein typisches Merkmal der Programmgebiete ist und an dem häufig auch Medienberichterstattung ihren Anteil trägt, abzubauen. Dies gelingt beispielsweise durch Kunst- und Kulturaktionen, die über den Stadtteil hinaus wirken und ihn auch für Bewohner anderer Stadtteile interessant machen. Projekte, die urbane Öffentlichkeit thematisieren und durch ungewöhnliche Aktionen im öffentlichen Raum (Kunstbaustelle "Windwörter" in Neuruppin; Warnowturm in Rostock Groß Klein) Aufmerksamkeit erregen und zum Nachdenken anregen, können bewirken, dass einzelne Bereiche des Stadtteils von der Stadtöffentlichkeit, aber auch von der Gebietsbevölkerung positiver wahrgenommen werden, vor allem, wenn die Medien positiv darüber berichten.

Der Bildung und Förderung von kulturellen Netzwerken als einer weiteren Strategie kommt in den Programmgebieten eine große Rolle zu. Denn sie sind die Voraussetzung für die Ressourcenbündelung sowohl aus personeller als auch finanzieller Sicht. In einem solchen Netzwerk sollten alle relevanten Akteure der Kulturförderung eingebunden sein, Bündnispartner sind auch die Verwaltung und ihre Ämter, Vereine, Träger der soziokulturellen Vor- Ort-Einrichtungen, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Volkshochschulen, Quartiermanagement und Gewerbetreibende. Wichtig ist vor allem der Prozess des "Miteinander Handelns", zentrale Bedeutung haben Kommunikationsformen jenseits der sprachlichen Verständigung wie beispielsweise Tanz, Musik, Sport und Spiel, Gestalten und Malen. Die Vernetzung ermöglicht oft erst den Überblick über die im Quartier vorhandenen kulturellen Einrichtungen und Angebote. Durch Abstimmung untereinander können Lücken im Angebot ermittelt, Konkurrenzangebote abgebaut oder das Angebot erweitert werden. Teilweise gibt es in den Programmgebieten auch Vereine, deren Schwerpunkt in der kulturellen Arbeit liegt (Berlin-Kreuzberg - Kottbusser Tor "Kotti e.V.", ein Nachbarschafts- und Gemeinwesenverein mit dem Schwerpunkt stadtteilbezogener sozialkultureller Arbeit; Bremen-Gröpelingen "Kultur Vor Ort e.V.", Hamburg-Altona - Lurup "Verein zur Förderung von Stadtteilkultur" usw.) Kulturelle Netzwerke, die die unterschiedlichsten Akteure und Vereine umfassen, stellen auch sicher, dass das kulturelle Angebot ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen berücksichtigt und beteiligt und dass die Projekte und Aktivitäten interkulturell ausgerichtet sind.


Handlungsfelder mit umgesetzten Maßnahmen und Projekten in Programmgebieten "Soziale Stadt";

Auch der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit - in ihren Methoden sozial-interaktiv - kommt im Rahmen der stadtteilbezogenen Kulturarbeit vor allem in den Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf ein hoher Stellenwert zu. Oft engagieren sich Kindergärten oder Schulen, aber auch Vereine in Kulturprojekten für Kinder und Jugendliche und gemeinsam mit ihnen (Musical Naomi in Schwerin Neu Zippendorf, Astrid-Lindgren-Schule, Projekt "muse" - Multikulturelles soziales Schulprojekt für Europa in nordrheinwestfälischen Programmgebieten, Modellprojekt "Bitte wenden!" Kunstaktionen von Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen mit Kindern und Jugendlichen in Programmgebieten, beispielsweise Duisburg-Marxloh).

Kriterien für Stadtteilkulturprojekte
Was nun sind die Kriterien für gute Stadtteilkulturprojekte? Was müssen sie bieten, was sollten ihre Ziele sein?

  • Intensive Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten: niedrigschwellige Angebote mit offenem Teilnahmecharakter, die auf die Bevölkerung und ihre Lebenssituation abgestimmt und vorzugsweise in der Nachbarschaft angesiedelt sind.
  • Hohes Identifikationspotenzial: Anknüpfen an der Lebenswelt der Bevölkerungsgruppen, öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen
  • Kooperation und Einbindung unterschiedlicher Akteure. Bündelung personeller und finanzieller Ressourcen
  • Aufbau langfristiger Strukturen im Bereich der Stadtteilkultur: Einbeziehen unterschiedlicher Akteure
  • Integrative Wirkung: positive Auswirkung auf das Zusammenleben der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen

Stadtteilkulturprojekte sollten nicht nur ein oder zwei dieser Kriterien erfüllen, sondern mehrere gleichzeitig. Analog dazu sollten sie auch über verschiedene Quellen finanziert werden, die nicht nur aus verschiedenen Förderprogrammen stammen, sondern auch aus Sponsorengeldern und Spenden sowie aus privaten Mitteln.

Kulturpolitiker sollten nicht in erster Linie danach fragen, wie viel Kultur ein Stadtteil benötigt, sondern welche Art von Kultureinrichtungen und -veranstaltungen es in einem Stadtteil geben soll und mit welchen Akteuren und Finanzquellen diese Angebote durchgeführt und finanziert werden können. Stadtteilkultur sollte nicht nur für die Quartiersbevölkerung angeboten, sondern mit ihr zusammen entwickel und durchgeführt werden. Sie sollte sich an alle Bevölkerungsgruppen wenden und der kulturellen Vielfalt im Gebiet Rechnung tragen.

Weitere Informationen: 

Dipl.-Volksw. Ulla-Kristina, Schuleri-Hartje, Telefon: 030/39001-234, E-Mail: schuleri-hartje@difu.de

Dipl.-Ing. Ulrike Meyer, Telefon: 030/39001-270 ,E-Mail: meyer@difu.de