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Folgende Zielbereiche wurden im Rahmen des Kongresses vorrangig bearbeitet:
Aktueller Stand der Lokalen Agenda 21 und der nachhaltigen Kommunalentwicklung
Über 2000 Kommunen sind in Deutschland seit 1992 in einen Prozess zur Entwicklung und Umsetzung der Lokalen Agenda 21 eingetreten. Vielerorts liegen inzwischen Aktions- oder Handlungsprogramme vor. Eine Bilanz der Erfolge, aber auch eine Analyse der Hemmnisse für die Lokale Agenda in Deutschland kann den Aktivitäten in den Kommunen zu Kontinuität und einem weiteren Anschub verhelfen. Dies erscheint vor allem für diejenigen Kommunen von Bedeutung, die noch nicht in den Prozess eingetreten sind bzw. in denen eine Stagnation wahrnehmbar ist und für die, die bereits ein Handlungsoder Aktionsprogramm zur Lokalen Agenda erarbeitet haben und nach Wegen der Fortsetzung ihrer Bemühungen auf dem Weg zur nachhaltigen Kommunalentwicklung suchen. Als Basis für die Diskussion dienten unter anderem Ergebnisse der Studie "Lokale Agenda 21 und nachhaltige Entwicklung in deutschen Kommunen. 10 Jahre nach Rio: Bilanz und Perspektiven", die im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes erarbeitet wurden. Das Deutsche Institut für Urbanistik hatte hierbei für zehn ausgewählte kommunale Handlungsfelder Ziele, Maßnahmen und Erfolge, Hemmnisse und Perspektiven untersucht.

Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung: Konsequenzen für die Kommunen
Die Bundesregierung hat am 17.4.2002 eine nationale Strategie für die Nachhaltige Entwicklung beschlossen. Ihre Ziele und Indikatoren sind Orientierungswerte für politische und gesellschaftliche Akteure. Die Strategie umfasst mehrere prioritäre Handlungsfelder, für die Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung konkretisiert werden. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Strategie wird es von wesentlicher Bedeutung sein, dass immer mehr Kommunen diese Aspekte der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie aufnehmen und deren Umsetzbarkeit in Aktivitäten und Politik auf der kommunalen Ebene prüfen. Von der Bundesregierung wurde inzwischen die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie für 2004 angekündigt und erste Hinweise auf künftige Schwerpunkte gegeben: demographischer Wandel, Energie, alternative Kraftstoffe und Flächeninanspruchnahme.
Weltgipfel in Johannesburg: Bilanz und Perspektiven aus kommunaler Sicht
Zehn Jahre nach der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio, auf der die Agenda 21 beschlossen wurde, sollte anlässlich der Weltkonferenz in Johannesburg 2002 (Rio + 10) Bilanz gezogen werden. Mit dem Weltgipfel waren die Hoffnungen verbunden, dass wesentliche Impulswirkungen auf die Nachhaltige Entwicklung weltweit und damit auch auf die Lokale Agenda ausgeübt werden. Der in Johannesburg verabschiedete Aktionsplan "Plan of Implementation" betont die herausragende Bedeutung der lokalen Ebene bei der Umsetzung der Agenda 21. Der Johannesburg Call umreißt unter dem Motto "Local Action 21" einen Umsetzungsrahmen für die Lokale Agenda 21 im Jahrzehnt nach dem Weltgipfel von Johannesburg. Im Wesentlichen geht es in den deutschen Kommunen nun darum, den Prozessen mehr Verbindlichkeit zu geben, die Nachhaltigkeitsaspekte stärker miteinander zu verknüpfen, Eine-Welt- Aspekte mehr zu berücksichtigen sowie Geschlechtergerechtigkeit stärker als Querschnittsaspekt zu verankern.
Vor diesem Hintergrund wurden in sieben Werkstätten zu ausgewählten kommunalen Schwerpunkten wesentliche Ziele, Erfolge und Hemmnisse diskutiert. Eine wichtige Aufgabe der Werkstätten war es, Potenziale der Kommunen zu identifizieren, auf denen in den nächsten Jahren aufgebaut werden kann.
Aufgrund des großen Interesses an den Ergebnissen des Kongresses wurden die Vorträge und Diskussionsergebnisse der Werkstätten nun in einer Veröffentlichung dokumentiert.
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