Difu-Berichte 1/2001 - Probleme der Stadtentwicklung und Kommunalpolitik
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Ergebnisse der Difu-Umfrage 2000 |
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Die zentrale und über die Jahre unveränderte Frage "Welche Probleme sind in diesem Jahr in Ihrer Stadt von besonderer Bedeutung? Bitte skizzieren Sie in Kurzform bis zu sechs Probleme und Aufgaben mit besonderem Handlungsbedarf für Rat und Verwaltung" beantworteten in der jüngsten Difu-Umfrage 80 Prozent der Angeschriebenen (Mitglieder der "Fachkommission Stadtentwicklungsplanung" des Deutschen Städtetages, der "Konferenz der Dienststellen der Stadtentwicklungsplanung" des Städtetages Nordrhein-Westfalen sowie "Ansprechpartner" des Difu aus Städten der neuen Länder). Auf die sechs wichtigsten Problemgruppen entfallen allein 52 Prozent der mit ihren Rangplätzen gewichteten Antworten. Zu den Veränderungen der Problemstruktur im Zeitablauf lassen sich anhand der jährlich durchgeführten Umfrage erste Hinweise geben: Im Jahr 1999 lag der vom Thema Arbeitslosigkeit geprägte Bereich "Kommunale Wirtschaftsförderung" noch auf dem ersten Rangplatz, er wurde im Jahr 2000 von den "Kommunalfinanzen" überholt. Die Probleme des "Verkehrswesens" hatten über längere Zeit eher im Bereich der mittleren Problemintensität gelegen und schoben sich nun wieder mehr nach vorn. Dieses Ergebnis ist vor allem durch Nennungen aus Städten der neuen Länder bewirkt worden. Die "Verwaltungsmodernisierung" hingegen gehörte in den letzten Jahren noch zu den Spitzenreitern, sie scheint mittlerweile den Gipfel ihrer Konjunktur aber überschritten zu haben, obgleich sie vor allem in den Städten der alten Länder noch immer von großer Bedeutung ist. Als "Aufsteiger" kann der Aufgabenbereich "Stadtteilentwicklung" eingestuft werden: Nachdem die Innenstadtproblematik für längere Zeit große Aufmerksamkeit beanspruchte, wird nunmehr die Entwicklung in den (benachteiligten) Stadtteilen verstärkt wahrgenommen. Hierzu mag auch das besonders auf Breitenwirkung zielende Forschungs- und Förderungsprojekt "Soziale Stadt" einen Beitrag geleistet haben. Der Ost-West-Vergleich zeigt mittlerweile eine weitgehende Angleichung der Problemlagen. Ost-Städte betonen jedoch stärker Probleme im Bereich des Wohnungswesens (z.B. "Leerstände in Plattenbauten"), die in den West-Städten kaum eine Rolle spielen. Außerdem werden in Ostdetschland stärker Aufgaben im Bereich der sozialen Infrastruktur herausgestellt. Schließlich sind in den größeren Städten der neuen Länder Suburbanisierungsprozesse von besonderer Bedeutung, deren Wirkungen auf die soziale Infrastruktur durch die rückläufigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre verstärkt werden. Die Ergebnisse dieser bereits seit 1979 jährlich vom Difu durchgeführten Umfrage sind in der Reihe "Difu-Materialien" veröffentlicht worden. In dem Band finden sich neben einer Analyse der Ergebnisse auch eine Dokumentation der Antworten der Städte, sowie darin enthaltene Hinweise auf vor Ort gelungene Problemlösungen. Gegenwärtig wird vom Difu in Kooperation mit dem Verband Deutscher Städtestatistiker eine Publikation vorbereitet, in der ausgewählte Städte auf der Grundlage der Ergebnisse ihrer Bürgerbefragungen die wichtigsten Probleme aus Bürgersicht darstellen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, Stadtprobleme aus Bürger- und Verwaltungssicht im Vergleich zu analysieren. |
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