Difu-Berichte 1/2001 - Frauenzeiten - Männerzeiten - Stadtzeiten
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Antworten kommunaler Zeitpolitik auf gesellschaftlichen Wandel |
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Es war einmal ... Frauenzeiten: Männerzeiten: Im 21. Jahrhundert haben sich die Zeiten längst gewandelt, denn das traditionelle Rollenverständnis wurde - zumindest in den Industrieländern - von den Frauen aufgegeben. Die Zeitorganisation des Arbeits- und Lebensalltags von Männern und Frauen ist immer ähnlicher geworden, dadurch aber nicht einfacher. Gerade Frauen sind durch die Anforderungen ihrer "alten" und "neuen Rolle" doppelt belastet: Sie wollen Partnerschaft und Familie mit Beruf, gesellschaftlichem Engagement und eigenen Freizeitinteressen verbinden. Aber auch Männer leben zwischen tradierten und neuen Anforderungen: Sie sollen in 60-Stunden-Arbeitswochen eine bruchlose Karriere verfolgen, wollen aber auch ihre eigenen Kinder aufwachsen sehen. |
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Weitere Informationen: Dr. Matthias Eberling Deutsches Institut für Urbanistik Telefon: 030/39001-104 E-Mail: eberling@difu.de Prof. Dr. Dietrich Henckel Deutsches Institut für Urbanistik Telefon: 030/39001-292 E-Mail: henckel@difu.de |
Jenseits alter Klischees wird Zeit heute sehr individuell organisiert. Die Arbeitszeiten differenzieren sich durch Flexibilisierung weiter aus, die Dienstleistungsgesellschaft erweitert viele Betriebszeiten in den Abend und das Wochenende hinein. Synchronisation und Zeitmanagement werden immer wichtiger, um alle Ansprüche integrieren zu können. Oft ist es aber unmöglich, all diese Ansprüche zu erfüllen: Das Kind wird krank oder kommt früher aus der Schule, das Unternehmen verlangt ungeplante Überstunden, Termine platzen in einem Stau auf der Autobahn. Es stellt sich die Frage, inwiefern die Kommune ihren Bürgerinnen und Bürgern bei diesen komplexen Abstimmungsleistungen helfen kann. Sicher kann sie den Tag nicht verlängern, aber sie kann dafür sorgen, dass der Tag stressfreier wird. Verlässliche Schulzeiten, Kindertagesstätten, bedarfsgerechte Nahverkehrsangebote, bürgerfreundliche Behördenöffnungszeiten, familienfreundliche Arbeitszeitorganisation im öffentlichen Dienst - dies sind nur einige Stichwörter. Zu diesem Thema veranstaltet das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag (DST) am 27.9.2001 eine Tagung im Ernst-Reuter-Haus, Berlin. Es soll darüber gesprochen werden, welche Zeitnöte und Zeitkonflikte bestehen und wie sie behoben werden können, welche Erfahrungen in Deutschland und in anderen Ländern mit solchen Lösungen gemacht wurden, wie die von der Stadt bestimmbaren Zeiten bürger- und familienfreundlich zu organisieren sind. |
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