Difu-Berichte 1/2000 - Fachkongress der Energiebeauftragten: Kosten senken durch Energieeinsparung

Kosten senken durch Energieeinsparung

 

    

Der Deutsche Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten fand bereits zum fünften Mal statt, diesmal am 27. und 28. September 1999 in Duisburg. An beiden Tagen diskutierten die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet in 20 Workshops innovative Strategien für die Versorgung kommunaler Liegenschaften mit Strom und Wärme und tauschten Erfahrungen über erfolgreich umgesetzte Problemlösungen aus. Diese guten Beispiele sollen dazu beitragen, dass sich mehr Städte und Gemeinden bei der Energieeinsparung engagieren.

In deutschen Städten entstehen jedes Jahr durchschnittlich Energiekosten für kommende Liegenschaften von 60 DM je Einwohner, von denen sich etwa 10 DM durch Energiemanagement einsparen ließen. Bei einer Stadt mit 20 000 Einwohnern sind das immerhin 200 000 DM pro Jahr, bei 100 000 Einwohnern etwa eine Million DM. Somit liegt es auf der Hand, dass das Thema "Kosten senken durch Energieeinsparung" für die Kommunen auf der Tagesordnung steht.

Auf dem 5. Deutschen Fachkongress wurden die folgenden Themengruppen diskutiert:

  • Strategien zum Energiemanagement,
  • EDV-unterstütztes Energiemanagement,
  • Kooperation,
  • Sanierung/Neubau,
  • Energieversorgung sowie
  • Finanzierung


Weitere Informationen:
Dr.-Ing.
Annett Fischer
Telefon:



030/39 001-110
E-Mail:
fischer@difu.de

    

In verschiedenen Beiträgen wurde deutlich, dass kommunales Energiemanagement als ämterübergreifende Querschnittsaufgabe erkannt werden muss, um vorhandene Potenziale konsequent auszuschöpfen. In einer nun vorliegenden Publikation werden neben Ausführungen über Gesamtstrategien zum Energiemanagement Teilstrategien vertieft, wie z.B. verwaltungsinterne Handlungsanweisungen zum rationellen Umgang mit Energie und Wasser.

Der erste Schritt zum Energiemanagement ist "Energiecontrolling", das heißt die zeitnahe Erfassung des Verbrauchs von Heizenergie, Strom und Wasser, die Auswertung durch Vergleiche mit spezifischen Werten des gleichen Gebäudes in den Vorjahren oder mit Werten anderer Gebäude und die Übermittlung dieser Information an Gebäudenutzer und -betreiber. Allein durch diese organisatorischen Maßnahmen können etwa fünf Prozent der Energiekosten eingespart werden. Traditionelle, manuelle Verbrauchserfassung und -auswertung sind jedoch zeit- und arbeitsintensiv. Durch automatische Verbrauchserfassung, Datenübertragung und zentrale Auswertung können erhebliche Personalkosten eingespart, die Auswertung beschleunigt und verbessert sowie Abweichungen von den Sollwerten, auch bei zahlreichen Gebäuden, sofort erkannt werden. Deshalb fanden die Workshops, die sich mit Aspekten des EDV-unterstützten Energiemanagements befassten, besonders großes Interesse.

Die vorliegende Dokumentation - wie auch der Kongress selbst - vermittelt bundesweit gesammelte Erfahrungen und gibt Impulse nicht nur für die bereits aktiven Städte, sondern auch für Interessenten in Kommunen, die sich stärker mit den Möglichkeiten der Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden befassen wollen.

Der 6. Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten wird am 9. und 10. November 2000 in Garbsen stattfinden. In diesem Jahr sollen insbesondere Fragen zur Liberalisierung des Strom- und Gasmarkts, zum effizienten Stromverbrauch und zur Gebäudesanierung im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Weitere Verweise auf diesen Beitrag: