Difu-Berichte 1/1999 - Öffentlichkeitsarbeit im kommunalen Umweltschutz
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Beispiele zu den Handlungsfeldern Energie und Wasser |
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Dem Vorsorgeprinzip gemäß wird umweltbezogene Öffentlichkeitsarbeit als unverzichtbare kommunale Aufgabe verstanden. Denn vorbeugender Umweltschutz ist kostengünstiger als nachträgliche Reinigungs- oder Sanierungsmaßnahmen. Abfallbeseitigung oder Wasserreinhaltung verursachen beispielsweise immer höhere Kosten in den Kommunen. Rechnet man die Ausgaben für eine offensive Öffentlichkeitsarbeit zur Vermeidung und Verringerung von Umweltbelastungen dagegen, so fallen diese im Vergleich dazu sehr gering aus. Es besteht Einigkeit darüber, daß es sinnvoller ist, an die Verantwortlichkeit jedes einzelnen zu appellieren und auf diese Weise einen Wertewandel einzuleiten, anstatt das Verhalten gegenüber der Umwelt ausschließlich auf gesetzlicher Ebene zu regeln. Jedoch muß Öffentlichkeitsarbeit im Umweltschutz als "weiches Instrument" verstanden werden, das langfristig nur in Verbindung mit anderen Maßnahmen greift, mit Ge- und Verboten im Umweltbereich, mit Anreizen zu umweltfreundlichem Verhalten - z.B. über Gebührenordnungen oder über Förderprogramme. Hier ist die Kommune darauf angewiesen, daß die Adressaten Verordnungen positiv sehen, wenn diese den entsprechenden Nutzen entfalten sollen. Durch die Vermittlung ökologischer Zusammenhänge schafft man bei den Bür gern das notwendige Verständnis für administrative Umweltschutzmaßnahmen. Bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit muß die Kommune sich jedoch darüber im klaren sein, daß alle Aktionen und Maßnahmen auf eine bereits mit Informationen überflutete Gesellschaft treffen. Durch das massenhafte und ständig weiter steigende Angebot an Informationen wird Öffentlichkeitsarbeit zu einem regelrechten Kampf um Aufmerksamkeit. Daher muß auch die kommunale Öffentlichkeitsarbeit hohen Ansprüchen gerecht werden. Die Veröffentlichung ist den Möglichkeiten kommunaler Öffentlichkeitsarbeit mit den Themenschwerpunkten "Energie" und "Wasser" gewidmet, da vor allem auch Sparprogramme in diesen Handlungsfeldern zu den zentralen Ansätzen einer vorsorgenden Umweltpolitik gehören, mit denen sich substantielle Beiträge zu einer umweltverträglichen, zukunftsfähigen Entwicklung in Kommunen erbringen lassen. Der Schutz und die sparsame Verwendung der Ressourcen Energie und Wasser erfordern zunehmend vorsorgeorientierte Ansätze im Umweltschutz. Ohne Verhaltensänderungen bei den verschiedenen Verbrauchergruppen werden nachhaltige Konsumverhaltensmuster nicht zu erreichen sein. Viele Kommunen und kommunale Betriebe haben "Energie" und "Wasser" als wichtige Handlungsfelder für ihre Öffentlichkeitsarbeit erkannt. Die Einsparung von Energie ist ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung sowie zu einer nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung in den Kommunen. Über drei Viertel des weltweiten Energieverbrauchs geht auf das Konto der Industrienationen, obwohl diese nur einen geringen Anteil an der Weltbevölkerung umfassen. Insbesondere die globale Klimagefährdung und die damit verbundenen Auswirkungen erfordern ein forciertes Handeln zur Reduktion der energiebedingten CO Folgende Leitziele gilt es, im Rahmen der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit zu vermitteln:
Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Zwar sind auf der Erde riesige Mengen an Wasser vorhanden, aber nur ein Tausendstel hiervon ist für Menschen als Trinkwasser geeignet. Auch in Deutschland wird die Aufbereitung von qualitativ hochwertigem Trinkwasser kostspieliger, daher ist ein differenzierter und rationeller Umgang mit dieser Ressource notwendig. Wasser ist somit ein wichtiges Thema des vorsorgeorientierten Umweltschutzes. Neben dem Gewässer- und Trinkwasserschutz leisten auch das Wassersparen und die rationelle Wassernutzung einen Beitrag, um auch in Zukunft Trinkwasser in ausreichender Menge und in hoher Qualität verfügbar zu haben. Eine wichtige Zielgruppe sind hierfür die privaten Haushalte.
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Weitere Informationen: Dipl.-Ing. Cornelia Rösler |
Ziel ist es, durch Öffentlichkeitsarbeit zu vermitteln, daß das Wasser, das scheinbar in unbegrenzten Mengen aus unserem Wasserhahn kommt, ein wertvoller Rohstoff ist, der sparsam genutzt werden sollte und nicht unbedacht für das Rasensprengen, die WC-Spülung oder die Autowäsche verschwendet werden darf. Nicht erst ein Wassernotstand sollte dazu führen, daß mit Wasser sparsam umgegangen wird. In Haushalten und vor allem in Eigenheimen gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, den Verbrauch des hochwertigen Trinkwassers zu vermindern. Zahlreiche Städte und kommunale Betriebe haben die Bedeutung des Wassersparens erkannt und wenden sich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit. Die Veröffentlichung liefert Hinweise zu Konzepten, Methoden und Strategien für eine umweltbezogene Öffentlichkeitsarbeit in diesen beiden Handlungsfeldern des kommunalen Umweltschutzes. Dazu wird eine Vielzahl von beispielhaften Materialien aus den Städten (Broschüren, Informationsblätter, Ausstellungsankündigungen usw.) präsentiert. |
