Difu-Berichte 1/1999 - Kosten sparen durch Energiemanagement
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Unter dem Titel "Kosten sparen durch Energiemanagement" liegt nun die Dokumentation des vierten Bundesdeutschen Fachkongresses der kommunalen Energiebeauftragten am 27. und 28. Oktober 1998 in Stuttgart vor. Insgesamt 25 Vorträge sind in acht Kapiteln zusammengefaßt. Das erste Kapitel befaßt sich mit Strategien der Verbrauchsüberwachung und -dokumentation. Die Einführung eines Energiekontrollsystems wird am Beispiel der Stadt Karlsbad beschrieben. Aus der Stadt Mannheim wird über die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte berichtet. Ansätze zur systematischen Heizenergie- und Stromeinsparung im Gebäudebestand werden aus der Stadt Haltern vorgestellt. Die Schulung von Hausmeistern als wichtiger Bestandteil des Energiemanagements schildert der Bericht aus Friedberg/Wetteraukreis. Wer mit Maßnahmen zur Energieeinsparung zu tun hat, steht regelmäßig vor der Frage, welche Maßnahme denn nun umgesetzt werden soll. Um die Auswahl zu erleichtern, sollte eine Prioritätenliste erstellt werden. Am Beispiel der Stadt Fellbach wird die Verwendung der gebräuchlichen Kriterien für eine solche Liste dargestellt. ![]() Um Energiemanagement auch in kleineren Städten und Gemeinden kosteneffizient durchführen zu können, ist es oft sinnvoll, wenn diese sich zusammenschließen. Die Dokumentation enthält dazu zwei Beispiele: das EnergieDienstleistungsZentrum Rheingau-Taunus GmbH (EDZ) und die ENA-Unabhängige EnergieBeratungs-Agentur für die Landkreise Nürnberger Land und Roth. In den Kapiteln Heizenergie- und Wassersparen werden die energetische Sanierung einer für die neuen Bundesländer typischen Schule (Typ "Erfurt") in Wittstock/ Dosse sowie organisatorische und technische Wassersparaktivitäten der Stadt München vorgestellt. Das Kapitel zur Stromeinsparung befaßt sich mit der Diskussion um Grenz- und Zielwerte zum Stromsparen in kommunalen Einrichtungen am Beispiel der Stadt Georgsmarienhütte. Außerdem werden ausgewählte Beispiele zur Stromeinsparung in Sporthallen (Saarbrücken), zum Leuchtentausch (Baden-Württemberg) und zur Optimierung der Beschaffung und des Betriebs von EDV-Anlagen (Hamburg) beschrieben. Mit "Pro Klima - Contra CO2" wird eine Kampagne zum energiebewußten Nutzerverhalten in Verwaltungsgebäuden aus München bekanntgemacht. Um Schulen geht es in einem weiteren Aufsatz, der den aktuellen Stand des Energiesparprojekts in hannoverischen Schulen vorstellt. ![]() Vor dem Hintergrund, Energie rationell und sparsam einzusetzen und gleichzeitig die klimabelastenden CO2 -Emissionen zu mindern, befassen sich viele Städte mit dem Einsatz regenerativer Energien. Auf dem Fachkongreß wurden dazu die Gesamtstrategie der Stadt Köln sowie der Einsatz von Holzschnitzelfeuerungsanlagen im Kindergarten und im Bürgerhaus der Gemeinde Bergweiler zur Diskussion gestellt. Am Beispiel des Rathausneubaus der Stadt Garbsen konnte deutlich gemacht werden, wie durch eine ganzheitliche Betrachtung (Nutzungskonzept und Baukonstruktion) eine wirtschaftliche Reduzierung des Energiebedarfs des Gebäudes erreicht werden kann.
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Weitere Informationen: Dr. Annett Fischer |
Das Kapitel Finanzierung befaßt sich ausschließlich mit verschiedenen Formen des Contracting. So werden die Energiesparpartnerschaften des Landes Berlin und die Rahmenvereinbarung für Energiespar-Contracting der Stadt Düsseldorf vorgestellt. Im Zusammenhang mit dezentralen Maßnahmen zur Anlagenerneuerung und Energieeinsparung im Rahmen eines Performance- Contracting-Vertrags wird in Schwabach ein System zur Gebäudeleittechnik aufgebaut. Auch dies kann man in der Dokumentation nachlesen. Viele Energiebeauftragte, insbesondere in mittleren und kleinen Städten, zählen neben dem klassischen Energiemanagement auch die Öffentlichkeitsarbeit zu ihrem Aufgabengebiet. Auf dem Kongreß wurden zwei Aktionen zu diesem Themenbereich präsentiert: die Ochsenhausener Energiesparaktionen und Solarinitiative Phönix der Stadt Garbsen. Ziel des Kongresses der Energiebeauftragten ist es, Erfahrungen aus der Praxis, die an einem Ort gesammelt wurden, möglichst vielen Städten und Gemeinden zugänglich zu machen. Vernetzung und persönlicher Erfahrungsaustausch sind auch die Stichworte des letzten Beitrags der Publikation. Das Klima-Bündnis stellt das "Informationssystem klimaschutz.de" vor, welches die Möglichkeit bietet, über E-Mail und Internet Informationen abzurufen. |


