Difu-Berichte 1/1997 - Umweltcontrolling im Bereich der öffentlichen Hand
Mit einer Vielzahl von Umweltschutzmaßnahmen können nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile erschlossen werden. Unter den Stichworten "Öko-Audit" oder "Öko-Controlling" sind in jüngerer Zeit eine Reihe kommunaler Aktivitäten zu zählen (Städte-Pilotprojekte, Forschungs-, Modellvorhaben usw.), deren Ziel es ist, aus der Privatwirtschaft bekannte Verfahren des betrieblichen Umweltmanagements auf Bereiche der kommunalen Verwaltung oder ihrer Dienstleistungsbetriebe zu übertragen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Ansätze zu Einzelfragen des Umweltmanagements wie beispielsweise umweltverträgliche Beschaffung, Energie- und Wassereinsparung in Gebäuden oder Abfallvermeidung. Eine umfassende Einführung von Umweltmanagement-Systemen oder Umweltcontrolling-Systemen in die Bereiche der öffentlichen Hand ist jedoch noch nicht zu beobachten.
Das Deutsche Institut für Urbanistik und das ÖKOTEC-Institut für angewandte Umweltforschung aus Berlin wurden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Umweltbundesamt damit beauftragt, eine Vorstudie zum Umweltcontrolling im Bereich der öffentlichen Hand durchzuführen. Ziel des Projekts ist insbesondere die Analyse der vorhandenen systematischen Ansätze zur Anwendung von Umweltmanagement-Instrumenten in öffentlichen Einrichtungen bei Bund, Ländern und Gemeinden. Anhand dieser Erfahrungen soll anhand der Vorstudie geprüft werden, ob die Erstellung eines Leitfadens zum Thema "Umweltcontrolling im Bereich der öffentlichen Hand" sinnvoll ist. Die beiden Institute untersuchen im Rahmen des Projekts zentrale Handlungsfelder, in denen Umweltentlastungseffekte erzielt werden können: Abfall, Beschaffung, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abwasserentsorgung sowie Fuhrpark/Mobilität. Ein besonderer Schwerpunkt der Vorstudie ist die Ermittlung der Größenordnungen ökologischer und ökonomischer Einsparpotentiale in diesen Handlungsfeldern. Die Vorstudie ist praxisorientiert angelegt und zum Abschluß wird eine Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch der Fachleute aus öffentlichen Verwaltungen durchgeführt.
Die Einführung von Umweltcontrolling-Systemen bedeutet die Verknüpfung und Anwendung von Umweltmanagement-Instrumenten mit dem Ziel, ökonomische und zugleich ökologische Einsparpotentiale zu erschließen und deren Umsetzung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang können eine Reihe von teilweise bewährten Instrumenten zum Einsatz kommen, wie:
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Umweltverträglichkeitsprüfung, | |
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umweltverträgliche Beschaffung, | |
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Energiemanagement in öffentlichen Gebäuden, | |
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Wassersparkonzepte und rationelle Wassernutzung, | |
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Abfallvermeidung in öffentlichen Einrichtungen, | |
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Mobilitätsmanagement (Fuhrpark und Fahrverhalten), | |
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Umweltkennzahlensysteme, | |
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Umweltinformationssysteme, | |
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umweltorientierte Kosten- und Investitionsrechnungen, | |
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Öko-Bilanzen, | |
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Öko-Audit-Projekte. |
Es sollen vor allem Beispiele für innovative Maßnahmen und hervorragende Beispiele in Bundes- und Landeseinrichtungen ermittelt werden, die in die Vorstudie sowie eine Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch einfließen. Über Hinweise auf interessante Maßnahmen in kommunalen und anderen öffentlichen Einrichtungen sind wir sehr dankbar. Bereits veröffentlichete Informationsbroschüren oder auch in Vorbereitung befindliche Maßnahmen sind hierbei von Interesse.
Weitere Informationen:
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