Difu-Berichte 1-2/2005 - Mediennachlese
Das Difu in den Medien: Zitateauswahl aus On- und Offlinemedien
Difu plädiert bei der Reform der kommunalen Grundsteuer für ein eigenes Modell. ... Alle Reformmodelle haben ihre spezifischen Vorund Nachteile Bei gleichrangiger Bewertung der Kriterien Akzeptanz, Lenkungswirkung und Verwaltungsvereinfachung hat das kombinierte Bodenwert- und Flächenmodell (Difu-Modell) Vorteile. Dieses Modell hat die besten Lenkungspotentiale im Test ohne die Akzeptanz in wichtigen Bereichen zu gefährden.
FAZ, 21.1.2005
Das Difu untersuchte in einer Studie am Beispiel des Ver- und Entsorgungsbereichs, wie sich kommunale Aufgabenwahrnehmung durch Privatisierung und Liberalisierung verändert. ... Das Difu empfiehlt, auf Verfahren zu achten, die die Einflussnahme der legitimen öffentlichen Entscheidungsträger absichern.
DEMO 1-05
...Albrecht Göschel vom Difu erklärte in seinem Vortrag die "Erwachsenenkultur" und hier beispielhaft die institutionalisierten Theater schlicht für Luxus. "Kein normaler Theaterbesucher weiß, dass unter seinem Sitz noch mal 200 Euro an Förderung kleben", sagte Göschel. Er begründete seine Härte gegenüber der Kulturförderung mit drei großen Tendenzen, die die Gesellschaft entscheidend verändert haben oder verändern werden: den Bruch zur Dienstleistungsgesellschaft mit der Auflösung der Mittelschicht, die Globalisierung, die die Macht der nationalen und vor allem der kommunalen Politik schwäche, und die demografische Entwicklung, die Überalterung und Schrumpfung von Städten zur Folge habe. Man solle sich angesichts dieser großen Herausforderungen fragen, welche Prioritäten da noch Kultur habe. Göschel schlug vor, den Begriff der "kulturellen Grundversorgung" als "Grundversorgung in der Bildung" zu verstehen, die Chancengleichheit für alle Kinder bieten muss. Das allein solle als kommunale Aufgabe zu verstehen sein. "Alle Einrichtungen, die sich an Erwachsene wenden, müssen in der Konsequenz dem Markt überlassen werden", sagte er. Verblüffend offene Worte, die ... zum Widersprechen, Diskutieren und Nachdenken animierten.
Neue Osnabrücker Zeitung, 1.2.05
Quartiere zu durchmischen ist kein geeignetes Mittel der Integration, meint das bundesweite Projekt "Zuwanderer in der Stadt" ...ethnische Segregation sei weder zu vermeiden noch grundsätzlich schädlich für die Integration - und außerdem in den meisten deutschen Großstädten schlicht Realität. ... Genau das ((Erfahrungsaustausch zwischen den Städten)) ist auch Aufgabe eines Praxisnetzwerks. "Es gibt in den Städten bereits viele Aktivitäten", sagte Difu-Leiter Heinrich Mäding. Im Erfahrungsaustausch zwischen ihnen sollen Details geklärt und bewertet werden. "Die Städte sollen voneinander lernen, Projekte verwerfen und andere ausbauen."
taz, 12.2.05
Der "Online-Ratgeber Erfolgsmodell Kommunales E-Government" wurde vom Difu komplett überarbeitet. ... Entscheidungstragende aus den Kommunen finden ein fundiertes und für die praktische Anwendung aufbereitetes Erfahrungswissen, das ihnen die eigene Arbeit erleichtert. Darüber hinaus können auch andere Zielgruppen, zum Beispiel in Wissenschaft, Politik, Medien und sonstige Expertenkreise konkreten Nutzen daraus ziehen.
Bayerischer Staatsanzeiger, 25.2.2005
Kanzler Gerhard Schröder erteilte gleichwohl am Wochenende erneut sowohl einem Investitionsprogramm als auch einer schnellen Senkung der Unternehmenssteuern eine Absage. Er forderte die Koalition auf, alle Kräfte auf die Umsetzung der Hartz-IV-Reform zu konzentrieren. SPD-Chef Franz Müntefering erwartet von den Kommunen, dass sie die Einsparungen durch Hartz IV statt für den Schuldenabbau für Investitionen einsetzen. Das Deutsche Institut für Urbanistik bezifferte erst im Januar den Investitionsstau in Städten und Gemeinden auf rund 680 Mrd. Euro.
Handelsblatt, 28.2.05
"e-government is more about government than about 'e" stellte die OECD schon 2003 fest. Der Ende 2004 erschienene Sammelband "Kommunales E-Government" der Deutschen Zeitschrift für Kommunalwissenschaften (DfK) knüpft an dieses Zitat an. In insgesamt sieben Beiträgen beschäftigen sich namhafte Experten mit der Verzahnung von eGovernment und Verwaltungsmodernisierung für erfolgreiche moderne Kommunen.
politik digital, 31.3.05
Europe 's shrinking cities The aim of this issue of the German Journal of Urban Studies is to thematize important complexes and approaches in urban studies and local government. This is undertaken by five articles, which clearly show that demographic change, in particular demographic decline, is an equally serious problem for both East and West German local authorities. The authors critically examine common theses and rash categorizations, and present the preconditions and options for local government reaction in the context of society as a whole.
PLANetizen, 2.4.2005
Verkehrsexperte Michael Lehmbrock vom Deutschen Institut für Urbanistik fürchtet, der öffentliche Nahverkehr drohe sogar Anteile zu verlieren - trotz Umwelt- und Lärmbelastung der durchschnittlich von wenig mehr als einer Person besetzten Autos. ... Problem Pendler: Bauland soll nicht mehr wie heute irgendwo auf der grünen Wiese, sondern "in der Nähe von Schienen" ausgewiesen werden, fordert Lehmbrock. "Es gibt auch einen gewissen Trend zurück in die Stadt." Eigenheimzulage und Pendlerpauschale stehen schon länger in der Kritik.
dpa, 3.4.05
Eine überwiegend positive Zwischenbilanz ziehen Experten zu dem im Jahre 1999 von der Bundesregierung aufgelegten Programm "Soziale Stadt". Das wurde während einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen am Mittwochvormittag deutlich. Dazu wurde außerdem ein Antrag der Regierungskoalition (15/4660) diskutiert, der eine Ausweitung und Weiterentwicklung des Programms fordert. Trotz der noch kurzen Laufzeit des Programms "Soziale Stadt", so Rolf Peter Löhr vom Deutschen Institut für Urbanistik, zeichne sich ein positiveres Gebietsimage vieler Stadtteile verbunden mit einer höheren Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier ab.
HIB-Meldung, Deutscher Bundestag, Anhörung, 14.4.05
Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik belegt: Das Stadtmarketing ist den Kinderschuhen entwachsen, pragmatischer orientiert und fast überall Chefsache. Der Einzelhandel ist der wichtigste Marketing-Partner der Städte.
Immobilien Manager, 5/2005
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) beantwortet in seiner neuen "Aktuellen Information" diese und weitere Fragen der Entwicklung von ethnischen Ökonomien in deutschen Städten und gibt den Kommunen Handlungsempfehlungen zur Unterstützung von Gründern mit Migrationshintergrund.
das rathaus 5/2005
