Berlin, 4. Mai 2007


Experten aus ganz Deutschland treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Experten aus dem gesamten Bundesgebiet diskutieren in Jena über Möglichkeiten der künftigen städtischen Entwicklung

Vom 9. bis 11. Mai 2007 treffen sich in Jena auf Einladung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), Berlin, und der Stadt Jena rund 130 Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie werden im Rahmen des jährlich in wechselnden Städten stattfindenden Erfahrungsaustausches zur Stadterneuerung und Sozialplanung am Beispiel der Stadt Jena aktuelle Fragen der Stadt-(teil)entwicklung, der Sanierung, des Denkmalschutzes sowie der Denkmalpflege diskutieren und sich vor Ort einen Eindruck über die Aktivitäten der Stadt verschaffen.

Die aktuellen Themenstellungen der Stadtentwicklung und -erneuerung in Jena umfassen sehr unterschiedliche Handlungsfelder, die auf der einen Seite von der Konzentration sozialer Problemlagen in Soziale Stadt-Gebieten und auf der anderen Seite von prosperierenden Technologieparks geprägt sind. Dabei sind zwei Rahmenbedingungen von elementarer Bedeutung, die Jena von den meisten ostdeutschen Kommunen unterscheiden: Nach einer geringen Bevölkerungsabnahme Mitte der 90er-Jahre nimmt die Einwohnerzahl (jetzt knapp 102.000 EW) seit 1999 kontinuierlich zu, darüber hinaus besitzt Jena ein bundesweit überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. In diesem Spannungsfeld von Problemen und Potenzialen werden sich die Teilnehmer des Erfahrungsaustausches mit folgenden Themen beschäftigen:

Übergreifend zur Jenaer Stadtentwicklungspolitik sollen generelle Perspektiven der Stadterneuerung nicht nur angesichts des ökonomischen, sozialen und demographischen Wandels thematisiert werden, sondern insbesondere aktuelle Fragen wie Fortführung der Förderprogramme, Entlassung und Abrechnung von Sanierungsgebieten, Schwierigkeiten bei der Drittelfinanzierung und Absenkung von Mitleistungsanteilen sowie Auswirkungen der aktuellen BauGB-Novelle diskutiert werden.

Der vom Difu - dem größten Stadtforschungsinstitut Deutschlands - bereits zum 37. Mal durchgeführte Erfahrungsaustausch dient als bundesweites Kommunikationsforum. Er soll die Umsetzung sozialer und städtebaulicher Ziele - unter anderem durch die Präsentation guter Beispiele - verbessern. Die Teilnehmer kommen aus den Bereichen Stadterneuerung, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Sozialplanung und Stadtteilmanagement, Stadtentwicklung und Stadtplanung sowie aus Wohnungsbau-, Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaften.

Das detaillierte Programm zur Veranstaltung ist im Difu-Internetangebot unter http://www.difu.de/seminare/07stadterneuerung.programm.shtml abrufbar.

Weitere Informationen:

Der Text ist selbstverständlich frei zum Abdruck - über ein Belegexemplar bzw. einen Beleglink an die Difu-Pressestelle würden wir uns sehr freuen!

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutsch-sprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunal-verbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftspolitik, Städtebau, Soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Institut bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene mit allen Aufgaben- und Problemstellungen, die die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Rechtsträger ist der Verein für Kommunalwissenschaften e.V., der zur Sicherung und Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Förderung der Kommunalwissenschaften gegründet wurde.


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